Einen Tag vor Präsidentschaftswahl: Zwei spanische Journalisten im Gazastreifen entführt
- Laut Augenzeugen bei Khan Yunis verschleppt
- Sicherheitslage im Autonomiegebiet immer chaotischer
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Hauptziel ist israelischer Abzug aus Gaza-Streifen
Einen Tag vor der palästinensischen Präsidentschaftswahl sind im südlichen Gazastreifen nach Angaben von Augenzeugen zwei spanische Journalisten von einer Gruppe bewaffneter Männer entführt worden. Den Berichten der Zeugen zufolge wurden die beiden Reporter, ein Mann und eine Frau, am Samstag in der Nähe eines israelischen Militärkontrollpunkts überfallen und in Richtung des Flüchtlingslagers Khan Yunis verschleppt. Die Identität der beiden Spanier blieb zunächst ebenso ungeklärt wie das Medium, für das sie arbeiten.
Die Journalisten machten gerade Aufnahmen von einem von Israel zerstören Haus in dem Flüchtlingslager. Es war zunächst unklar, wer hinter der Entführung steckte. Palästinensische Sicherheitskräfte nahmen Kontakt zu bewaffneten Gruppen auf, die jedoch keine Angaben machen konnten.
In den vergangenen vier Jahren der Intifada haben sich Journalisten im Gaza-Streifen stets relativ sicher gefühlt. Allerdings ist die Sicherheitslage in dem Autonomiegebiet in den vergangenen Monaten zunehmend chaotisch geworden. Im September war ein israelischer Araber und CNN-Mitarbeiter für kurze Zeit gekidnappt worden, angeblich von Mitgliedern der Al-Aksa-Märtyrer-Brigaden. Im Mai versuchten Unbekannte, einen Korrespondenten der "New York Times" in ihre Gewalt zu bringen. Der Journalist konnte entkommen.(apa)
