Donnerstag, 6. Jänner 2005

Journalistin spurlos verschwunden:
"Liberation" verliert Kontakt in Bagdad

  • Zusammen mit irakischem Übersetzer vermisst

Die Pariser Tageszeitung "Liberation" hat den Kontakt zu ihrer Korrespondentin in Bagdad verloren. Seit mehr als 24 Stunden gebe es "keine Neuigkeiten" von der Reporterin Florence Aubenas, die am 16. Dezember in die irakische Hauptstadt gereist war, teilte das Blatt mit. Auch der irakische Übersetzer Hussein Hanun al-Saadi werde vermisst. Die irakischen und die US-Behörden seien informiert worden.

Die beiden seien verschwunden, seit sie ihr Hotel in Bagdad verlassen hätten, teilte "Liberation" mit. Aubenas war am 16. Dezember in Bagdad eingetroffen. Sie arbeitet seit 1986 für das linksliberale Blatt und war unter anderem in Ruanda und Algerien, im Kosovo, in Afghanistan und im Irak im Einsatz gewesen. Saadi arbeitet seit zwei Jahren für "Liberation"-Korrespondenten.

Die französische Öffentlichkeit hatte von August bis kurz vor Weihnachten um zwei Reporter gebangt, die im Irak entführt worden waren. Schließlich waren die Kriegsreporter Christian Chesnot und Georges Malbrunot von der fundamentalistischen Gruppe Islamische Armee im Irak unversehrt freigelassen worden. (apa/red)

6.1.2005 21:09