Prozess in Straßburg: Drei Jahre Haft für Kunstdieb Stéphane Breitwieser
- Kunst-Kleptomane stahl rund 240 Bilder alter Meister
- Mutter vernichtete einen Großteil der Beute - 3 Jahre Haft
Im spektakulären Straßburger Kunstdieb- Prozess sind die drei Angeklagten zu Haftstrafen verurteilt worden. Der Kunstdieb Stéphane Breitwieser erhielt eine Haftstrafe von drei Jahren, davon zehn Monate auf Bewährung. Seine Ex-Freundin wurde wegen Hehlerei zu 18 Monaten mit einem Jahr Bewährung verurteilt.
Die Mutter bekam wegen der Zerstörung von wertvollen Kunstwerken eine Gefängnisstrafe von drei Jahren, 18 Monate sind zur Bewährung ausgesetzt. Breitwieser hatte 174 Kunst-Diebstähle begangen.
Breitwieser versteckte seine Beute, rund 240 Meisterwerke, bei seiner Mutter nahe der elsässischen Stadt Mülhausen. Diese warf nach der Festnahme ihres Sohnes einen Teil der Beute in den Abfall und einen weiteren Teil bei Straßburg in den Rhein-Rhone-Kanal, darunter Gemälde der Alten Meister Francois Boucher, Antoine Watteau, Pieter Brueghel und Albrecht Dürer mit einem vermuteten Gesamtwert von 1,5 Milliarden Euro.
Einige Objekte konnten wieder gefunden und restauriert werden, die anderen sind unwiederbringlich verloren. Breitwiesers Ex-Freundin muss sich wegen Hehlerei verantworten. Die Urteile sollen am Freitag fallen. (apa)
