Konferenz zu Irak in Jordanien: Nachbarn beraten über Wahlen am 30. Jänner
- Unterstützung für den Weg der Demokratisierung
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Die sechs Nachbarstaaten des Irak kommen heute in der jordanischen Hauptstadt Amman zu Beratungen über die am 30. Jänner geplanten irakischen Wahlen zusammen. Es solle besprochen werden, wie der irakischen Übergangsregierung bei der Organisation transparenter und freier Wahlen geholfen werden könne, sagte der jordanische Außenminister Mulki.
Die Nachbarstaaten Iran, Jordanien, Syrien, Türkei, Kuwait und Saudiarabien sowie als siebenter Teilnehmer Ägypten wollten ihre Unterstützung für den eingeschlagenen Weg der Demokratisierung im Irak zum Ausdruck bringen. Die Staaten werden von ihren Außenministern repräsentiert. Lediglich der iranische Außenminister Kharrasi lässt sich nach Angaben der jordanischen Regierung vertreten.
Zur Förderung der Wahl am 30. Jänner reiste eine ranghohe Delegation irakischer Schiiten indes nach Kairo. Bei ihren Gesprächen mit der ägyptischen Regierung und der Arabischen Liga sollte um Unterstützung für das Ziel geworben werden, die irakischen Sunniten zur Beteiligung an der Abstimmung zu bewegen. Offiziell hieß es lediglich, man wolle den ägyptischen Gastgebern die Position der irakischen Bevölkerungsmehrheit verdeutlichen.
Mehrere Organisationen der irakischen Sunniten haben einen Boykott der Wahl angekündigt und angesichts der anhaltenden Gewalt im Lande eine Verschiebung verlangt. Die wichtigsten schiitischen Parteien wollen dagegen in einem Wahlbündnis unter dem Dach der Vereinigten Irakischen Allianz antreten. Sie wollen auch die Sunniten für die Wahl gewinnen, um ein repräsentatives Ergebnis sicherzustellen. Hier könnte das sunnitische Ägypten seinen Einfluss geltend machen, wie ein Berater des irakischen Großayatollahs Ali al Sistani verlauten ließ. Einzelheiten über den Verlauf der Gespräche wurden vorerst allerdings nicht bekannt. (apa/red)
