Ministerin Plassnik gibt Fehler zu: "Selbst-
verständlich hat es Pannen gegeben"
- "Man kann auf solche Katastrophe nicht vorbereitet sein"
- Keine konkreten Angaben über zusätzliche Hilfsgelder
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Außenministerin Plassnik hat am Samstag Fehler im Krisenmanagement der Regierung eingeräumt. "Selbstverständlich hat es Engpässe gegeben, selbstverständlich hat es Pannen gegeben. Man kann auch nicht sagen, es ist gut gelaufen, denn die ganze Situation ist schrecklich", meinte Plassnik im Ö1-"Mittagsjournal" des ORF. Kritik wies die Außenministerin aber zurück.
"Ich kann das, was an kritischen Anmerkungen seitens der Betroffenen gekommen ist, sehr gut nachvollziehen. Ich glaube aber auch, dass man vieles davon erklären kann, wenn man die Abläufe hinter den Kulissen etwas näher beleuchtet. Man kann auf eine solche Katastrophe nicht genug vorbereitet sein, niemand kann das", sagte Plassnik. Nun müsse man auf allen Ebenen prüfen, wie man Zeit gewinnen und noch effizienter und unbürokratischer handlen könne. So könne es von Seiten der EU konsularische Unterstützungsteams auf Abruf geben, die in Katastrophenfällen den Aufbau einer Logistik an Ort und Stelle unterstützen könnten.
Kritikpunkte habe sie selbst "sehr ernst genommen", betonte Plassnik: "Wir haben verbessert, so gut und so schnell wir konnten, was zu verbessern war. Dass es im Nachhinein eine Reihe von Leuten gibt, die gar nicht dabei gewesen sind und gewusst hätten, wie man es besser gemacht hätte, auch das ist völlig normal." Man habe zum jeweiligen Zeitpunkt getan, "was wir tun konnten und was zu tun war".
Dass Österreich langsamer auf die Katastrophe reagiert habe als etwa Deutschland und Italien, wies Plassnik zurück. "Es stimmt nicht, dass hier so stark unterschiedliche Reaktionszeiten der einzelnen Staaten waren." Anfangs sei ja nicht einmal erkennbar gewesen, wo sich der Schwerpunkt der Krise aus österreichischer Sicht befinde. Auch dass sie selbst im öffentlichen Auftreten zu kühl agiert habe, glaubt Plassnik nicht.(apa/red)
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