Freitag, 7. Jänner 2005

Wunder auf dem Indischen Ozean: Bub aus Indien nach 10 Tagen gerettet!

  • Indischer Junge harrte auf Baum aus, keine Nahrung
  • 'Wollte weinen, nach Tagen hatte ich keine Tränen mehr'

Zehn Tage lang hat ein Bub auf den von der Flutkatastrophe heimgesuchten indischen Andamanen-Inseln auf einem Baum ausgeharrt. Erst am Donnerstag wurde er von einer Hubschrauberbesatzung aufgelesen und in Sicherheit gebracht, wie der Gerettete selbst berichtete.

"Ich wollte weinen, aber nach ein paar Tagen hatte ich keine Tränen mehr. Ich hatte nichts zu essen, kein Schlückchen Wasser und es war keine Hilfe in Aussicht", sagte der 14-jährige Murlitharan am Donnerstag in der Inselhauptstadt Port Blair. Da er nicht schwimmen könne, habe er sich vor der Flut auf den Baum gerettet. Das Wasser habe sein Dorf Tapai Ming zehn Tage nicht freigegeben.

Nach den Worten seiner Retter fiel Murlitharan schließlich ins Wasser und wurde von einer Inselbewohnerin in Sicherheit gebracht, bevor die Hilfe aus der Luft kam. Mit dem Hubschrauber brachte ihn die indische Luftwaffe von der zerstörten Insel Car Nicobar am Mittwoch auf die Hauptinsel. Murlitharans Eltern liegen seit ein paar Tagen in der indischen Küstenstadt Madras im Krankenhaus.
(apa/red)

7.1.2005 08:04