EU-Sondertreffen zur Flutkatastrophe: Koordinierung der Hilfe war im Blickpunkt
- Aufbau eines Tsunami-Frühwarnsystems wird unterstützt
- "Katastrophen-Corp" wird aber nicht aufgebaut
·Umfrage nach der Flut-Katastrophe!
"Österreicher zufrieden mit dem Krisenmanagement"
·Panik: Nachbeben in Indonesien
250 Urweinwohner auf Süd-Andamen melden sich
·Tsunami: Hoffnung in Asien schwindet!
Suche nach Überlebenden wird vielerorts eingestellt
·Die BILDER der Flut-
Katastrophe in Asien!
26. Dezember 2004: Tod, Verwüstungen und Trauer
·488 Österreicher noch immer vermisst
Zahl reduziert - Gedenken am Freitag im Parlament
·Außenministerium bittet um Mithilfe
Notruf-Hotlines: 0501-150- 4411 und 0800-222-666
·Identifizierung der Leichen schwierig
Internationale Teams kooperieren bei der Arbeit
·Mehr als 100 Tote: Trauriger Rekord
Bei keinem anderen Unfall mehr Österreicher tot
·Spenden-Aufruf der
Hilfsorganisationen
Spenden-Kontonummern von Caritas, Rotes Kreuz,...
Grünes Licht haben die EU-Außenminister für 1,5 Milliarden Euro an Hilfe für Südasien gegeben, u.a. zum Aufbau eines Tsunami-Frühwarnsystems. Beraten wurde auch über die Koordination der EU-Hilfe, die über nationale Krisenstäbe läuft. Ein eigenes "Katastrophen-Corps", ein Ferrero-Waldner Vorschlag, wird nicht aufgebaut.
Im Entwurf der gemeinsamen Schlussfolgerungen ist von 1,5 Mrd. Euro aus der EU, davon 450 Mio. Euro aus dem Gemeinschaftshaushalt die Rede. Österreich war durch Außenministerin Ursula Plassnik und Gesundheitsministerin Maria Rauch-Kallat (beide V) vertreten.
Abgesehen von der humanitären Soforthilfe ging es auch um den langfristigen Wiederaufbau im Katastrophengebiet gehen. Zustimmung gab es für den Aufbau eines Tsunami-Frühwarnsystems im Indischen Ozean geben.
"Globalisierung der Menschlichkeit"
Die deutsche Entwicklungshilfeministerin Heidemarie Wieczorek-Zeul sprach am Nachmittag angesichts der weltweiten Hilfeleistungen von einer "Globalisierung der Mitmenschlichkeit". Deutschland wolle sich insbesondere auf Hilfe in Sri Lanka konzentrieren, wo man schon seit längerem mit Hilfsleistungen aktiv sei.
Die bisherige Koordinierungsarbeit der EU bewertet die Ministerin positiv. Vor allem im Vergleich zur Reaktion nach dem Hurrikan Mitch sei die Arbeit wesentlich professioneller geworden. Eine von der österreichischen EU-Kommissarin Benita Ferrero-Waldner vorgeschlagene zivile Kriseninterventionstruppe "kann ein hilfreicher Vorschlag sein", so Wieczorek-Zeul. Der Vorschlag sei aber "noch nicht ausgearbeitet", viel hänge von der technischen Umsetzung ab. Sie erhoffe sich dazu eine Konkretisierung. Es dürfe aber sicher keine neuen operativen Instanzen geben. Unterstützung für den Vorschlag kam von den Europäischen Grünen, die bereits "seit einem Jahrzehnt" so ein System forderten, wie ihr Sprecher am Freitag im EU-Parlament sagte.
(apa/red)
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