Verwirrung um Grasser-Urlaub: Regierung der Malediven widerspricht Finanzminister
- "Wussten bis Sonntag nichts von seinem Aufenthalt"
- Dementi zu Grasser: Niemanden von Abreise abgehalten
·Grasser wollte nicht
vorzeitig abreisen
Freie Plätze in AUA-Flieger vorhanden gewesen
·Heftige Kritik an Auslandsaufenthalt!
Britischer Premier kehrt aus Ägypten zurück
·Tsunami: Hoffnung in Asien schwindet!
Suche nach Überlebenden wird vielerorts eingestellt
·Die BILDER der Flut-
Katastrophe in Asien!
26. Dezember 2004: Tod, Verwüstungen und Trauer
·488 Österreicher noch immer vermisst
Zahl reduziert - Gedenken am Freitag im Parlament
·Außenministerium bittet um Mithilfe
Notruf-Hotlines: 0501-150- 4411 und 0800-222-666
·Identifizierung der Leichen schwierig
Internationale Teams kooperieren bei der Arbeit
·Mehr als 100 Tote: Trauriger Rekord
Bei keinem anderen Unfall mehr Österreicher tot
·Spenden-Aufruf der
Hilfsorganisationen
Spenden-Kontonummern von Caritas, Rotes Kreuz,...
Die Regierung der Malediven widerspricht nun der Darstellung von Finanzminister Karl-Heinz Grasser (V), sie habe ihn nach der Flutkatastrophe gebeten, zu bleiben. Grasser hatte seinen Verbleib auf der Inselgruppe unter anderem mit dieser Bitte gerechtfertigt. Der maledivische Vize-Finanzminister Maizan Adam Manik dementiert dies allerdings. "Das war ein privater Urlaubsaufenthalt. Ich weiß nicht, warum er nicht früher abgereist ist, wir haben sicher niemanden davon abgehalten", sagt Manik.
Demnach telefonierte Grasser am Sonntag voriger Woche, eine Woche nach dem Tsunami, mit seinem maledivischen Amtskollegen Mohamed Jaleel und bat diesen um ein Treffen vor seinem Abflug am Montag dieser Woche. Jaleel, durch eine Kabinettssitzung verhindert, schickte seinen Stellvertreter Manik, der sich am Montag für 45 Minuten am Flughafen der Hauptstadt Male mit Grasser traf. Bis dahin sei der Regierung Grassers Aufenthalt auf den Malediven nicht bekannt gewesen, betonte Manik.
Grasser hatte seit 20. Dezember auf den Malediven geurlaubt. Dass er die Inselgruppe nicht unmittelbar nach der Flut-Katastrophe am 26. Dezember verlassen hatte, begründete der Finanzminister am Dienstag unter anderem damit, dass ihn die Regierung der Malediven zu bleiben gebeten habe. Das Signal, "dass man in Panik die Region verlässt", hätte in dem Fremdenverkehrsland schweren wirtschaftlichen Schaden verursachen können, so Grasser. Außerdem gab er an, er habe den Eindruck vermeiden wollen, dass sich die österreichischen Hilfsmaßnahmen "auf den Karl-Heinz Grasser konzentrieren".
Grasser dementiert Aussagen der Malediven
Grasser widerspricht der Darstellung der Regierung der Malediven über seinen Urlaubsaufenthalt auf der Insel nach der Flutkatastrophe. Er habe mehrere Treffen mit Spitzenrepräsentanten gehabt und auch mehrere Telefonate - und alle seien dankbar gewesen, dass er geblieben sei. Grasser sehe keinen Widerspruch zu seinen gestrigen Aussagen, wurde berichtet. Es sei wohl selbstverständlich, dass die Regierung niemanden von einer Abreise abhalte, meinte Grasser dazu laut "Abendjournal". Er bitte, wenn nötig, den Finanzminister um eine Stellungnahme, auch wenn dieser momentan wohl andere Sorgen habe. (apa/red)
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