Deutschland als großer Helfer: Berlin erhöht Katastrophen-Hilfe auf 500 Mio. Euro
- Betrag steht in den kommenden Jahren zur Verfügung
- Australien sagt Indonesien 580 Millionen Euro zu
·Panik: Nachbeben in Indonesien
250 Urweinwohner auf Süd-Andamen melden sich
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Suche nach Überlebenden wird vielerorts eingestellt
·Die BILDER der Flut-
Katastrophe in Asien!
26. Dezember 2004: Tod, Verwüstungen und Trauer
·488 Österreicher noch immer vermisst
Zahl reduziert - Gedenken am Freitag im Parlament
·Außenministerium bittet um Mithilfe
Notruf-Hotlines: 0501-150- 4411 und 0800-222-666
·Identifizierung der Leichen schwierig
Internationale Teams kooperieren bei der Arbeit
·Mehr als 100 Tote: Trauriger Rekord
Bei keinem anderen Unfall mehr Österreicher tot
·Spenden-Aufruf der
Hilfsorganisationen
Spenden-Kontonummern von Caritas, Rotes Kreuz,...
·So erlebten Augen- zeugen die Todesflut
KLICKEN: Tsunami riss ganz einfach alles mit
Deutschland stellt sich mit der Aufstockung seiner Finanzzusagen auf eine halbe Milliarde Euro an die vorderste Front der Geberländer für die Flutkatastrophe in Asien. Der Betrag wird den Ländern in den kommenden drei bis fünf Jahren zur Verfügung gestellt. Kanzler Gerhard Schröder (SPD) dankte den Deutschen für ihre Spendenbereitschaft, die "einmalig in der Welt" sei. Es seien bereits rund 150 Millionen Euro an Privat- und Firmenspenden eingegangen. "Die ganze deutsche Nation ist solidarisch".
Die von Deutschland zugesagten 500 Millionen Euro übersteigen selbst die Hilfe der USA (265 Mio Euro) und Japans (378 Mio Euro). "Es geht hier nicht um die Frage, wer ist erster bei der Hilfe" betonte Schröder. "Wir haben da überhaupt gar keinen Ehrgeiz, was die Platzierung angeht." Bisher hatte die Bundesregierung 20 Millionen Euro Soforthilfe gegeben. Die Aufstockung habe auch nichts mit Deutschlands Streben nach einem ständigen Sitz im UN-Sicherheitsrat zu tun, sagte Schröder.
Details über die konkrete Verwendung des Geldes konnte Schröder zunächst nicht machen. Es handele um "angenommene Notwendigkeiten". Zunächst müssten die Hilfspläne der Europäischen Union, des Pariser Clubs der Gläubigerstaaten oder der G-7-Staaten abgewartet werden. International müsse geklärt werden, ob in den Finanzrahmen auch EU-Anteile oder Schuldenerleichterungen einberechnet werden.
Hilfe konzentriert sich auf Sri Lanka und Indonesien
Die Leistungen seien mit Finanzminister Hans Eichel (SPD) abgesprochen und im Haushaltsvollzug "absolut sichergestellt", betonte Schröder. Deutschland habe international immer "auf Heller und Pfennig abgeliefert". Die Mittel sollen schwerpunktmäßig in die Versorgung mit Trinkwasser, den Gesundheitsbereich und den Wiederaufbau von Schulen fließen. Die Hilfe wird sich auf Sri Lanka und Indonesien konzentrieren.
Die Bundesregierung richtet auch einen Feuerwehrfonds ein, um Hinterbliebenen von Opfern schnell und unbürokratisch Versicherungsleistungen gewähren zu können. Der Fonds wird mit drei Millionen Euro ausgestattet.
Eineinhalb Wochen nach der Flutkatastrophe werden immer noch mehr als 1000 Deutsche vermisst. Nach wie vor seien erst 60 tote Deutsche identifiziert worden, sagte Außenminister Joschka Fischer (Grüne). Weiterhin werde aber keine Liste der Vermissten veröffentlicht. Fischer äußerte Verständnis für Kritik von Angehörigen an der Arbeit des Krisenstabs. Deutschland habe aber erstmals mit den Folgen eines Tsunamis in diesem Ausmaß zu tun und werde daraus lernen.
Fischer lobt Österreich
Außenminister Fischer sprach Österreich seinen Dank aus. Die deutsch-österreichische Zusammenarbeit beim Rücktransport von Schwerverletzten habe gut funktioniert, sagte der Grün-Politiker. Rot-weiß-rote Maschinen hätten auch verletzte deutsche Staatsbürger mitgenommen, wie umgekehrt auch verletzte Österreicher in Flugzeugen unseres Nachbarlandes transportiert wurden.
Australien sagt Indonesien 580 Millionen Euro zu
Australien will das von der Flutkatastrophe im Indischen Ozean am schwersten betroffenen Land Indonesien mit einer Milliarde australischen Dollar (580 Millionen Euro) unterstützen. Das Geld solle zur Hälfte in Soforthilfe und zur anderen Hälfte in langfristigen Krediten für den Wiederaufbau bestehen, teilte Ministerpräsident John Howard bei einem Besuch in der indonesischen Hauptstadt Jakarta mit.
Er sprach von einem historischen Schritt in der Geschichte der indonesisch-australischen Beziehungen. Howard selbst will gemeinsam mit dem indonesischen Präsidenten Susilo Bambang Yudhoyono die Kommission leiten, die über die Verwendung der Mittel entscheiden soll. (apa/red)
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