Finanzminister Grasser: Vorzeitige Abreise
von den Malediven wäre Fehler gewesen
- Freie Plätze in einer AUA-Maschine vorhanden gewesen
- Äußert sich zu Aufstockung der Hilfsmittel zurückhaltend
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·Spenden-Aufruf der
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KLICKEN: Tsunami riss ganz einfach alles mit
Der erst gestern von den Malediven zurückgekehrte Finanzminister Karl-Heinz Grasser (V) hat sich am Dienstag dafür gerechtfertigt, nicht unmittelbar nach der Flutkatastrophe abgereist zu sein. Es hätte sehr wohl freie Plätze in einer AUA-Maschine gegeben, so Grasser im Ö1-Mittagsjournal. Allerdings habe er den Eindruck vermeiden wollen, "dass österreichische Hilfsmaßnahmen sich auf den Karl-Heinz Grasser konzentrieren". Außerdem habe ihn die Regierung der Malediven gebeten, zu bleiben, sagte Grasser.
Schließlich hätte das Signal, "dass man in Panik die Region verlässt", schweren wirtschaftlichen Schaden auslösen können, meinte der Finanzminister. Aus seiner Sicht wäre es daher ein Fehler gewesen, vorher abzureisen. Von Urlaub will Grasser in diesem Zusammenhang aber nicht sprechen. Urlaub habe er nur vom 20. bis zum 26. Dezember gemacht. "So bald es diese Flut gegeben hat, war von Urlaub keine Rede mehr." Denn, so Grasser: Angesichts von 170.000 Toten in der Region "wird man sehr demütig, dort vor Ort".
Nach der Flutkatastrophe habe er eine Reihe von Gesprächen mit der Wirtschaft und der Tourismusindustrie auf den Malediven geführt, sagte Grasser. Der Frage, ob er die Aufstockung der österreichischen Hilfsmittel unterstützen würde, wich Grasser aus: "Man weiß noch gar nicht, wie groß der Schaden ist. Man muss dann am Ende sehen, wie viel vielleicht an zusätzlicher Hilfe nötig und möglich ist."
Die derzeit geplanten acht Mio. Euro aus öffentlichen Mitteln seien "ein sehr wichtiger und sehr gut koordinierter Impuls", betonte Grasser. An der Stundung von Schulden der von der Flut betroffenen Länder werde sich Österreich "sicher" beteiligen, kündigte Grasser an. Indonesien sei einer der Hauptschuldner Österreichs in der Region. "Da wird es sicher die Bereitschaft geben, zu helfen." (apa/red)
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