Freitag, 7. Jänner 2005

Wieder schwerer Crash auf A2: Kleinbus flog auf Gegenfahrbahn gegen zwei PKW

  • Eine Person getötet, elf Insassen teils schwer verletzt
  • Feuerwehr und Gendarmerie im Großeinsatz

Ein schwerer Verkehrsunfall, bei dem eine Frau getötet und elf Autoinsassen zum Teil schwer verletzt wurden, hat sich Freitagnachmittag auf dem Packabschnitt der Südautobahn (A2) ereignet. Ein rumänischer Kleinbus war ins Schleudern geraten, auf eine Betonleitwand aufgefahren und auf der Gegenfahrbahn gegen zwei Pkw gekracht. Als Ursache wurde ein Reifenplatzer angenommen.

Der rumänische Kleinbus war laut Autobahngendarmerie kurz vor 16.30 Uhr zwischen dem Steinberg und Modriach ins Schleudern geraten - wie der nur leicht verletzte Lenker später angab, wegen eines Reifenplatzers. Das Fahrzeug fuhr gegen die Betonleitwand, und zwar genau am abgeschrägten Anfang, was dazu führte, dass der Wagen geradezu auf die Gegenfahrbahn katapultiert wurde. Dort krachte der Kleinbus auf das Dach eines Minivans und prallte anschließend noch frontal gegen einen Pkw.

Eine Insassin des Kleinbusses, eine rumänische Staatsbürgerin Mitte 20, starb noch an der Unfallstelle. Die übrigen sechs Buspassagiere und der Lenker wurden ebenso wie die jeweils zwei Insassen der beiden Kärntner Autos verletzt. Bei fünf bis sechs der Opfer waren die Verletzungen schwererer Natur. Insgesamt waren von den Einsatzorganisationen 45 Helfer des Roten Kreuzes, 50 der Feuerwehren und 15 der Gendarmerie an Ort und Stelle. Außerdem waren zwei Hubschrauber des ÖAMTC angefordert, um die Schwerverletzten in die Spitäler zu fliegen.

Die A2 musste für mehrere Stunden total gesperrt werden. Der Verkehr wurde zwischen Mooskirchen und dem Packsattel auf die B 70 umgeleitet. Erst am Donnerstag hatte sich im Herzogbergtunnel folgenschwerer Frontalzusammenstoß zweier Pkw mit sieben Verletzten ereignet. (apa/red)

7.1.2005 23:08