Gefahr für Österreich? ÖVP für Grenz-ziehung gegenüber intolerantem Islam
- Lopatka: "Österreich ist von christilicher Kultur geprägt"
- ÖVP-Arbeitsgruppe "Heimat, Sicherheit und Identität"
Die ÖVP warnt vor den Gefahren, die auch in Österreich von einem intoleranten Islam ausgehe könnten. Generalsekretär Lopatka erklärte gegenüber der APA, "ein Islam, der über oder außerhalb unserer pluralistische Demokratie leben will, hat hier keinen Platz". Zwar solle man keine Ängste schüren, allerdings dürfe der Islam niemamdem die Religionsfreiheit streitig machen, die sie selbst genießen.
Innerhalb der ÖVP wurde daher ein Arbeitskreis "Heimat, Sicherheit und Identität" eingerichtet, der sich mit den aktuellen Herausforderungen von Migration, Asyl und Integration beschäftigt. Das Thema habe höchste Brisanz, so Lopatka. Mehr als eine Million der acht Millionen Menschen, die in Österreich leben, sind Ausländer oder Neo-Staatsbürger. In Wien ist der Islam mit über 121.000 Personen bereits die zweitgrößte Glaubensgemeinschaft.
Die ÖVP, die laut Lopatka "multikulturelle Utopien" ablehnt, gehe davon aus, "dass Österreich weiterhin von einer Kultur mit christlichen Wurzeln geprägt ist". Bei den christlichen Werten und bei den Menschenrechten dürfe es keine Abstriche geben, so der ÖVP- Generalsekretär. Konkret gelte das etwa bei den Rechten der Frauen. "Da ist dann die Grenzziehung zu machen, wo Rechte, die man niemanden nehmen darf, gefährdet sind."
Die Arbeitsgruppe beschäftigt sich auch mit der Frage der Deutschkenntnisse von Zuwanderern. Die Sprach-Enklaven dürften nicht größer werden. "Integration ohne Sprachkenntnisse ist nicht möglich." Lopatka spricht sich daher für die Einführung von Mutter-Kind-Kursen für Ausländer aus, um einerseits auch Frauen die Chance zu geben, Deutsch zu lernen, und Kinder bereits im Vorschulalter mit der deutschen Sprache vertraut zu machen.(apa/red)
