Neue Wege in Ausbildung: Platter will Grundwehrdiener wie Kunden behandeln!
- Minister kündigt "völligen Paradigmenwechsel" an
- Zivildienst "muss mindestens neun Monate dauern"
Verteidigungsminister Günther Platter will bei der Ausbildung von Soldaten "völlig neue Wege gehen". In einem Interview kündigt Platter dazu einen "völligen Paradigmenwechsel" an. "Wir müssen das Interesse am Heer wecken, den Grundwehrdiener als Kunden behandeln. Ziel ist, junge Menschen zu motivieren, mehrere Jahre beim Heer zu bleiben. Ich habe darüber auch schon mit der Wirtschaft gesprochen. Die Idee wird gut aufgenommen", erläutert Platter.
Zu den elf Tagen, die er nach dem Rücktritt Ernst Strassers neben dem Verteidigungs- auch das Innenministerium geführt hat, sagt Platter: "Das Innenministerium hätte mich natürlich gereizt. Aber mein Prinzip war bisher immer, Aufgaben, die ich begonnen habe, zu Ende zu führen. Am Höhepunkt der Foltervorwürfe und mitten in der Bundesheerreform wollte ich nicht wechseln. Der Kapitän bleibt an Bord."
In der Frage der Verkürzung des Zivildienstes bekräftigt Platter die Linie der ÖVP: Der Wehrersatzdienst "muss mindestens neun Monate dauern. Weniger ist für mich nicht vorstellbar." (apa)
