Palästina wählt neuen Präsidenten: Abbas kann mit 65 Prozent der Stimmen rechnen!
- PLO-Vorsitzender für politischen Pluralismus
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Bei der palästinensischen Präsidentenwahl, die kommenden Sonntag im Westjordanland (mit Ostjerusalem) und im Gaza-Streifen abgehalten werden soll, kann der PLO-Vorsitzende Mahmud Abbas nach dem am Montag veröffentlichten Ergebnis einer Umfrage mit 65 Prozent der Stimmen rechnen.
Sein verstorbener Vorgänger Yasser Arafat war 1996 mit 87 Prozent der Stimmen zum Präsidenten gewählt worden. Die repräsentative Umfrage wurde vom Palästinensischen Zentrum für Politische Studien in Ramallah durchgeführt.
Abbas ist Kandidat der Fatah, der mit Abstand stärksten PLO-Fraktion, die auch über die absolute Mandatsmehrheit im Parlament (Legislativrat) verfügt. 22 Prozent der Befragten wollen für den unabhängigen Kandidaten Mustafa Barghuti (Barguti) votieren. Die fünf übrigen verbliebenen Bewerber kommen zusammen auf knapp fünf Prozent der Wählerabsichten. Acht Prozent der Befragten gaben an, sie wären noch unentschlossen.
Mahmud Abbas rief am Montag in Gaza zu nationaler Einheit und politischem Pluralismus auf: "Wir glauben an den politischen, kulturellen und konfessionellen Pluralismus im Rahmen des Gesetzes, um ein Staat wie die anderen zu werden".
Die israelische Regierung will die rund 7000 in Israel inhaftierten Palästinenser an der Präsidentenwahl nicht teilnehmen lassen. Abbas betonte am Montag, die palästinensische Regierung werde kein Abkommen unterzeichnen, das nicht auch die Freilassung aller gefangenen Palästinenser durch Israel zum Inhalt habe. (apa)
