Samstag, 1. Jänner 2005

Friedensgottesdienst im Petersdom: Papst
ruft zum Einsatz für den Frieden auf!

  • Überwindung des Bösen durch "die Waffen der Liebe"

Mit einem Friedensgottesdienst im Petersdom hat Papst Johannes Paul II. das neue Jahr begonnen. In seiner Predigt betonte der Papst laut Kathpress-Meldung, die Gläubigen aller Religionen und alle Menschen, die sich dem universalen Sittengesetz verpflichtet fühlen, seien dazu aufgerufen, zum Frieden beizutragen. Der rechte Weg dazu sei die Überwindung des Bösen durch "die Waffen der Liebe".

Angesichts der vielen Äußerungen des Bösen, die der Menschheitsfamilie Verletzungen zufügen, sei es das Gebot der Stunde, den Frieden konsequent zu fördern. Dazu gehörten der Dialog, die Gerechtigkeit und die Erziehung zur Vergebung. Der Weltfriedenstag, den die katholische Kirche seit 1968 alljährlich am 1. Jänner begeht, sei eine Einladung an die Christen und alle Menschen guten Willens, ihr entschlossenes Engagement für den Frieden zu erneuern. In den Fürbitten beteten der Papst und die Gottesdienstteilnehmer für die Opfer der Flutkatastrophe in Südasien.

Bereits vor zwei Wochen hatte der Vatikan die Botschaft des Papstes zum Weltfriedenstag veröffentlicht, die allen Regierungen zugesandt wurde. Darin fordert Johannes Paul II. unter anderem neuen Schwung für die staatliche Entwicklungshilfe und eine Entschuldung der ärmsten Länder. Der Friede sei das "Ergebnis eines langen und harten Kampfes, der gewonnen wird, wenn das Böse durch das Gute besiegt wird", heißt es in dem Text. (apa)

1.1.2005 11:48