Österreicher nach Flut vermisst: Auch Bundeskanzler Schüssel "in großer Sorge"
- Schüssel fordert EU-Eingreiftruppe in Krisenfällen
- Sitzung mit den Landeshauptleuten am 10. Jänner
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Zahl reduziert - Gedenken am Freitag im Parlament
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·Die BILDER der Flut-
Katastrophe in Asien!
26. Dezember 2004: Tod, Verwüstungen und Trauer
Auch Bundeskanzler Wolfgang Schüssel (V) ist angesichts der vielen vermissten Österreicher nach der Flut-Katastrophe in Südostasien "in großer Sorge". Das sagte Schüssel am Sonntag. Man werde noch länger in der Ungewissheit leben müssen, ob sie jemals zurückkommen, sagte der Bundeskanzler. "Mehr Aufschluss wird uns bestimmt der Montag, 11. Jänner, geben, wenn viele nach ihren Urlauben wieder zur Arbeit müssen."
Es sei aber zu befürchten, so Schüssel, "dass manche Menschen nie gefunden werden. Dass sie vom Meer weggespült wurden oder unter Schlamm begraben sind". Immerhin seien fast 200.000 Personen in den Krisengebieten betroffen. Dennoch dürfe man die Hoffnung nie aufgeben.
Schüssel betonte, dass er auch die Hoffnung hege, dass die EU diese Katastrophe zum Anlass nehme, nicht nur Soldaten für Kampfeinsätze bereitzustellen, sondern künftig auch "10.000, 15.000, 20.000 Soldaten auf Knopfdruck für Krisenfälle und die Friedenssicherung" mobilisieren zu können. Daran werde auch Österreich aktiv teilnehmen.
Die internationale Hilfe werde bereits koordiniert, sagte der Bundeskanzler. Diese Woche finde ein Europäischer Rat der Außen- und Entwicklungsminister statt, nächste Woche gebe es ein Treffen der Finanzminister im so genannten Pariser Club, wo es um Schuldenerlass für die von der Katastrophe betroffenen Länder gehe. Weiters finde diese Woche eine "Konferenz der Geberstaaten" auf Einladung der UNO statt. Laut Schüssel haben die EU bisher 300 Millionen Euro zur Verfügung gestellt, in Österreich seien zehn Millionen Euro durch öffentliche und private Spenden als Hilfe für Asien eingegangen. "Das wird nicht reichen, aber wir müssen Schritt um Schritt machen."
Für kommenden Sonntag (10.1.) hat Schüssel die Landeshauptleute eingeladen, um konkret über österreichische Projekte zu sprechen, die Außenministerin Ursula Plassnik (V) bereits vorbereite. Diese Projekte sollen ein "sichtbarer Beitrag Österreichs" zur internationalen Hilfe sein. Die Idee des deutschen Bundeskanzlers Gerhard Schröder, für gewisse Regionen in den betroffenen Ländern "Patenschaften" anzunehmen, bezeichnete Schüssel als "gut". (apa/red)
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