Nach harmlosem Pkw-Unfall: 20-jähriger Berufssoldat nahm sich das Leben
- 50 Meter in die Tiefe gestürzt, nachdem er mit dem Auto gegen einen Gartenzaun gefahren war
Zu einem harmlosen Verkehrsunfall mit tragischen Folgen ist es in den Morgenstunden des Neujahrstages in der Obersteiermark gekommen: Nach Angaben der Gendarmerie hat sich ein 20 Jahre alter Berufssoldat, nachdem er mit seinem Auto zuvor gegen einen Gartenzaun gefahren war, vermutlich aus Angst vor den Konsequenzen das Leben genommen. Bei dem Unfall war lediglich Sachschaden entstanden. Der Vater hatte seinen Sohn in einem 50 Meter tiefen Abgrund gefunden.
Der 20-jährige Obersteirer aus Oberaich (Bezirk Bruck an der Mur) hatte in der Silvesternacht seinen um ein Jahr jüngeren Bruder in Bruck zum Feiern getroffen. Gegen 6.00 Uhr hatten die beiden den Heimweg angetreten. Zuvor führte der Berufssoldat noch einen Freund nach Hause ins nahe gelegene St. Ruprecht. Dort ereignete sich der folgenschwere Unfall. Mit seinem Fahrzeug krachte der 20-Jährige gegen einen Gartenzaun. Ohne anzuhalten fuhren die Burschen weiter.
Da an dem Wagen erheblicher Sachschaden entstanden war, blieb das Auto 100 Meter vor dem Heimathaus stehen, da der Kühler überhitzt war, worüber sich der Unfall-Lenker sehr geärgert haben soll. Zu Hause angekommen, lief der Obersteirer hinter den Stall. "Er ist einfach ausgestiegen, ohne ein Wort zu sagen", erklärte ein Gendarm. Der 19-Jährige dachte, dass seinem Bruder schlecht gewesen ist und er sich übergeben musste. Deshalb dachte er nicht weiter darüber nach.
Nachdem der 20-Jährige aber nicht wieder auftauchte, begannen sein Vater und sein Bruder nach ihm zu suchen. Zuerst fanden sie nur den Turnschuh des Berufssoldaten. Gegen 11.00 Uhr entdeckten sie ihn schließlich in einem 50 Meter tiefen Graben in einem Bach. Der Berufssoldat dürfte sich aus Angst vor den Konsequenzen, die die Fahrerflucht vielleicht mit sich gebracht hätte, den felsigen Abhang hinuntergestürzt haben. (apa/apa)
