Dienstag, 4. Jänner 2005

Beeindruckendes Naturschauspiel auf Mallorca: Sieben Millionen blühende Bäume

  • "Schnee der Mallorquiner" fällt ab Mitte Februar
  • Mandelblüten für Herstellung von Parfums verwendet

Er wird "Schnee der Mallorquiner" genannt und er fällt ungefähr Mitte
Februar. Dann nämlich beginnt auf der größten Baleareninsel die Mandelblüte.
Dieses unvergleichliche Naturschauspiel startet im Osten bei Porto Christo
und zieht jeden Tag ein Stück weiter westwärts über die Ebenen.

Bis Anfang März, wenn alle sieben Millionen Mandelbäume auf Mallorca in voller Blüte stehen, ist die gesamte Insel in ein zartes Weißrosa getaucht.

Unwirkliche Kulisse
Wer zur Mandelblüte anreist, sollte einen Abstecher ins Tal von
Llucmajor einplanen - denn hier entfaltet sie ihren schönsten Zauber.
Blühende Bäume, so weit das Auge reicht, lassen eine schon fast unwirkliche
Kulisse entstehen. Die besonders klare Luft und der strahlend blaue Himmel
in der magischen Jahreszeit tragen mit zu dieser einzigartigen Atmosphäre
bei. Von weitem entsteht der Eindruck, als seien Felder und Landstriche mit
einem zartrosa Raureif überzogen.

Gemächliches Mallorca
Für Individualisten ist diese Zeit jedoch nicht nur wegen der Mandelblüte
die schönste auf Mallorca. Während die Temperaturen mittags schon auf 18
Grad Celsius ansteigen und die Sonne im Schnitt sechs Stunden täglich
scheint, können die Gäste ein gemächliches Mallorca erleben: Die Strände
sind noch leer, die Mallorquiner haben Zeit zum Plausch.

Reblaus Seuche
Übrigens: Die sieben Millionen Mandelbäume auf Mallorca sind der
Reblaus-Seuche zu verdanken. Die nämlich brachte um das Jahr 1900 den
Weinanbau fast zum Erliegen und viele Großgrundbesitzer sattelten auf
Mandelbäume um. Man unterscheidet die Bittermandel, die zur Parfüm- und
Heilmittelherstellung verwendet wird, die Süßmandel mit ihrer sehr harten
Schale und die ebenfalls süße Krach- oder Knackmandel, die sich in Marzipan
und Backwaren wieder findet. (red)

4.1.2005 10:36