Dienstag, 28. Dezember 2004

Bebengefahr in beliebten Urlaubsorten: Italien, Türkei und Griechenland bedroht

  • In Griechenland bebt die Erde sechzig Mal pro Jahr
  • Vor allem in der Türkei ist das Risiko besonders hoch

In den vergangenen Jahren glaubten sich viele Touristen auf ihren Reisen vor allem durch Terror und Anschläge gefährdet. Die Flutwellen in Asien erinnern nun wieder an die Bedrohung durch Naturkatastrophen. Dabei ist vor allem Indien immer wieder von Erdbeben heimgesucht worden.

In den vergangenen 100 Jahren wurde der Subkontinent allein von vier Erdbeben mit mehr als 10.000 Todesopfern getroffen. Beim schweren Beben 2001 in Gujarat starben mehr als 17.000 Menschen.

Hunderte Beben in Indonesien
Indonesien wird jedes Jahr von hunderten, meist kleineren Erdbeben heimgesucht, doch richten diese nur wenig Schäden an. 1994 starben bei einem Erdbeben in Süd-Sumatra mindestens 120 Menschen. Auch damals hatten die Erdstöße eine Flutwelle ausgelöst. Urlaubsziele in Nordafrika und Mittelamerika sind ebenfalls gefährdet. So traf ein schweres Beben 1960 Marokko, bis zu 15.000 Menschen starben, im Februar 2004 im Norden des Landes 600 Menschen. Bei einem Erdbeben in Mexiko-City verloren 1985 bis zu 30.000 Einwohner ihr Leben.

Türkei, Italien und Griechenland gefährdet
Auch in Europa droht Gefahr. Von den beliebtesten Urlaubszielen der Österreicher sind Italien, Griechenland und die Türkei gefährdet.

Jederzeit Beben in der Türkei möglich
In der Türkei kam es wiederholt zu verheerenden Erdbeben mit mehreren tausend Toten. Nach dem 17. August 1999 wurden im Gebiet um die Industriestadt Izmit, nur 80 Kilometer östlich von Istanbul, etwa 17.800 Menschen tot aus den Trümmern geborgen. Im November gab es weiter östlich um Düzce fast 900 Tote. Das Land muss nach Ansicht von Geowissenschaftern jederzeit mit weiteren schweren Erdbeben rechnen.

Sieben Beben in Italien
In Italien hat es in den vergangenen zwölf Jahren mindestens sieben schwere Erdbeben gegeben, bei denen auch Menschen zu Tode kamen. Das europaweit schwerste Erdbeben des 20. Jahrhunderts ereignete sich am 28. Dezember 1908 ebenfalls in Italien. Damals starben in Messina (Sizilien) und Südkalabrien mehr als 100.000 Menschen,

Jährlich 60 Beben in Griechenland
In Griechenland werden jedes Jahr mindestens 20 Erdbeben registriert, die die Stärke 6 auf der Richterskala übertreffen. So wurde im September 1999 der Raum Athen von einem Erdbeben der Stärke 5,9 erschüttert, 143 Menschen starben. (apa)

28.12.2004 16:18