Gefahr war nicht abschätzbar: Kosten- Ersatz für Reisen in betroffene Gebiete
- Rücktrittsrecht bei gebuchten Reisen in Krisenzone
- Außenministerium und AUA haben Hotlines eingerichtet

·Meeresboden hob sich um 30 Meter!
Riesige Wassermassen bei Seebeben bewegt
·Tsunamis können 800 km/h erreichen
Schwerstes Erdbeben seit 40 Jahren gemessen
·"Alles zerstört, da steht nichts mehr"
Österreicher berichten aus den Katastrophengebieten
"Urlauber, die unmittelbar vor dem Reiseantritt in ein vom Seebeben betroffenes Gebiet in Südostasien stehen, haben das Recht auf kostenlosen Rücktritt bzw. Rückerstattung geleisteter Anzahlungen", informiert ÖAMTC-Juristin Ursula Zelenka über die Rechtslage.
Das Bundesministerium für auswärtige Angelegenheiten hat aufgrund der Ausnahmesituation bis auf weiteres von Reisen in die betroffenen Gebiete dringend abgeraten. "Die Gratis-Stornomöglichkeit besteht, weil zum Buchungszeitpunkt mögliche Gefahren am Urlaubsort noch gar nicht bekannt gewesen waren und man die Urlauber nicht vor ihnen warnen konnte", so Zelenka.
Kontakt zu Reiseveranstalter
Touristen, die bereits ihren Urlaub nach Südostasien gebucht haben, sollten Kontakt zu ihrem Reiseveranstalter bzw. der Fluggesellschaft aufnehmen. Wer bei ÖAMTC-Reisen eine Reise gebucht hat, aber nun nicht mehr in Anspruch nehmen will, soll sich jedenfalls an die Reisebüro-Mitarbeiter wenden. "Wir versuchen, Lösungen im Rahmen der rechtlichen Möglichkeiten zu erzielen", sagt Gerhard Säckl, Geschäftsführer von ÖAMTC-Reisen. Ob storniert werden kann, ist abhängig davon, ob der Urlaub in ein Zielgebiet führt, das von der Reisewarnung betroffen ist bzw. die Abreise unmittelbar bevor steht. Hat jemand erst in einigen Wochen oder Monaten einen Aufenthalt gebucht, gilt es vorerst die weiteren Entwicklungen abzuwarten.
Kostenlos stornieren
Bleibt die Lage so schlimm, wird der Reisende ebenfalls kostenlos stornieren können, ansonsten muss er mit Stornogebühren rechnen. Allenfalls bleibt noch die Möglichkeit einer Umbuchung. Wenn es das Hotel nicht mehr gibt, muss der Veranstalter eine neue, gleichwertige Bleibe suchen. Aber die Kunden müssen damit einverstanden sein.
Notruf-Hotline
Im Außenministerium in Wien wurde eine Notruf-Hotline eingerichtet: 0501-150-4411 (zum Ortstarif) oder 0800 222 666 (gebührenfrei) bzw. sind Anfragen per Email möglich: bereitschaft@bmaa.gv.at
AUA richtet Hotline ein
Umbuchungen im "Austrian-Netz" bzw. Stornierungen von Asien-Flügen sind laut Davoras bis 31. Dezember gratis. Die Austrian Airlines Group hat auf die zahlreichen Rückflug-Anfragen aus den von der Flut-Katastrophe betroffenen Gebieten in Asien reagiert und lokale Telefon-Hotlines eingerichtet. In Sri Lanka (Colombo) ist sie unter 00941-(0)-1-268-66-68 erreichbar, in Thailand (Bangkok) unter 0066-(0)-2-267-08-73 und in Österreich unter 05-1789. (red)
TUI bietet Umbuchungen an
TUI, Deutschlands führender Reiseveranstalter, hat entschieden, aufgrund der Flutwelle in Südostasien bis einschließlich 16. Januar 2005 keine Urlauber mehr nach Phuket (Thailand) und Sri Lanka zu bringen. Urlauber, die für diesen Zeitraum eine Reise zu diesen Zielen geplant hatten, werden aktiv von TUI informiert. Ihnen wird eine kostenlose Umbuchung in andere Länder angeboten. Für die Malediven gilt weiterhin, dass alle Reisen bis 31.12.2004 abgesagt wurden.
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