Wegen ÖBB-Tariferhöhung: Längere Strecken mit dem Mietwagen billiger
- Wien-Linz zu zweit mit Leih-Auto günstiger als Tickets
- Im internationalen Vergleich schneidet ÖBB besser ab

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Mit den für Anfang Jänner geplanten Tariferhöhungen im Fernverkehr der Österreichischen Bundesbahnen (ÖBB) wird der Pkw wieder konkurrenzfähig. Wem das Autofahren im Winter Spaß macht, der kommt schon ab zwei Personen im Mietwagen günstiger weg, geht aus Recherchen der Austira Presse Agentur (APA) hervor.
Ein Beispiel: Zwei Personen wollen an einem Tag von Linz nach Innsbruck und zurück, weil sie dort mittags einen Termin haben. Hier bietet sich eine Fahrt mit der Bahn an. Die 382 Kilometer pro Strecke können in gut 3 Stunden bewältigt werden. Ohne jede Ermäßigung würde die Fahrt auf 170,80 Euro kommen. Zweiter Klasse, wohlgemerkt.
Alternative Mietwagen
Mietwagen sind da eine ernst zu nehmende Alternative. Ein Smart für Anfang Jänner kommt bei dem Autovermieter Sixt bei Buchung über das Internet auf 5 Euro inklusive 100 Frei-Kilometern. Der Verbrauch des Kleinwagens beträgt laut Autovermietung 5,3 Liter Benzin, macht bei 764 Kilometern und einem Literpreis von 0,909 Euro genau 36,81 Euro. Hinzu kommen die Kosten von 0,16 Euro pro Kilometer, wenn die Freigrenze von 100 Kilometern überschritten wird. Das sind bei 664 Kilometern genau 106,24 Euro sowie 5 Euro für Winterreifen. Insgesamt macht das 153,05 Euro und eine Ersparnis gegenüber der Bahn von 17,75 Euro.
Strecke Wien-Linz mit PKW billiger
Auch für die Strecke Wien-Linz geht die Rechnung auf. Hier kostet die Bahnfahrt nach den neuen Tarifen für zwei Personen in der zweiten Klasse 103,20 Euro. Hierfür einen wintertauglichen Sixt-Smart zu mieten, kostet hingegen nur 85,61 Euro. Noch günstiger kommt man hier bei Holidayautos weg. Mit einem Hyundai Getz kostet einen die Fahrt insgesamt 78,42 Euro.
Weniger Risiko im Zug
Allgemein gilt: Den Stress hinsichtlich der Pünktlichkeit haben sowohl Auto- als auch Bahn-Nutzer. Aber beim gesundheitlichen Risiko liegt der Zug ebenso wie beim Zeitaufwand deutlich vorn. Andererseits kommen keine zusätzlichen Kosten auf die Mietwagen-Nutzer zu, wenn sie noch einen oder zwei finden, die mitfahren. Dann wird die Bahn hoffnungslos abgeschlagen.
Internationaler Vergleich
Bei den ÖBB verweist man auf den europäischen Vergleich. Immerhin seien die Bundesbahnen auch nach den Erhöhungen immer noch deutlich billiger als etwa die Deutsche Bahn oder die Schweizerische Bundesbahn. (apa)
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