Erfolgreiches Exportjahr für Österreichs Weinbauern: Plus 14 Prozent beim Umsatz
- Mengenmäßig aber 15 Prozent weniger Wein exportiert
- Deutlich mehr Nachfrage nach Qualitätsweinen

·Der Jahrgang 2004 ist "österreichisch"
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·Österreichs Wein- bestand steigt weiter
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·Österreichs Winzer des Jahres 2004
Wer in der Weinwelt für Gesprächsstoff sorgte
Österreichs Weinwirtschaft hat zwar 2004 nach vorläufigen Zahlen mit rund 70 Millionen Litern um etwa 15 Prozent weniger Wein exportiert als noch im Jahr davor, gleichzeitig stieg der Exportumsatz allerdings um knapp 14 Prozent auf rund 80 Milionen Euro. Das Plus bei den Flaschenweinen macht sogar satte 60 Prozent aus.
Damit habe sich die positive Bilanz der vergangenen Jahre fortgesetzt, resümierte der Chef der Österreichischen Weinmarketinggesellschaft (ÖWM), Michael Thurner, am Mittwochnachtmittag vor Journalisten in Wien.
Bei den Flaschenweinen legten die Exporte in den ersten zehn Monaten um 60 Prozent zu, während die billigen Tankwagen-Exporte zurückgingen. Die Bemühungen der heimischen Weinwirtschaft, weniger, aber zumindest etwas teurere Weine zu exportieren, manifestierten sich auch in den drei wichtigsten Exportmärkten Deutschland, Tschechien und der Schweiz. In Großbritannien erzielten die österreichischen Tropfen 2004 einen Durchschnittspreis (Flaschenwein) von 13,26 Euro.
Austro-Rotwein boomt
Neben der höheren Wertschöpfung bei den Flaschenweinen muss man hervorheben, dass auch unsere Rotweine international immer beliebter werden. Besonders regionaltypische Weine wie Zweigelt, Blaufränkisch oder St. Laurent liegen im Trend, ist Michael Thurner stolz auf die Erfolge der heimischen Rotweinwinzer.
74 Prozent Marktanteil in Österreich
Im Heimmarkt Österreich konnte der österreichische Wein seinen Marktanteil halbwegs halten. In Summe werden in Österreich im Jahr rund 240 Millionen Liter Wein (Eigenproduktion und Importe) verkauft, 102 Millionen Liter davon werden zu Hause getrunken (Österreicher-Marktanteil: 74 Prozent), der Rest in der Gastronomie. In Restaurants kommen die Österreicher auf einen Marktanteil von 84 Prozent.
Supermärkte immer wichtiger
Der Großteil des Weins, konkret knapp 60 Prozent, wird mittlerweile im Supermarkt gekauft, verglichen mit 44 Prozent vier Jahre zuvor. Ab-Hof-Käufe machen nur noch 29 Prozent aus, gegenüber 44 Prozent im Jahr 2000. In den Regalen finden sich immer mehr ausländische Tropfen, mittlerweile stammt mehr als die Hälfte des Weinangebots im Einzelhandel aus dem Ausland. Bei Rotweinen sind gar nur 40 Prozent aus dem Inland.
Sekt soll wieder Prosecco verdrängen
Hoffnungen setzen die österreichischen Winzer auf den Wegfall der Schaumweinsteuer mit 1. April 2005. Damit sei endlich Wettbewerbsgleichheit gegenüber Konkurrenzprodukten wie Prosecco gegeben und die Sektgrundweinproduktion für viele Weinbauernfamilien gesichert, sagte der Vorsitzende der Präsidentenkonferenz der Landwirtschaftskammern, Rudolf Schwarzböck. (APA/red)
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