Donnerstag, 30. Dezember 2004

Hilfe bei Liebeskummer: Servicetelefone bei Mädchen und Frauen sehr gefragt

  • Trennungen und Scheidungen sind die Topthemen
  • Zahl der Hilfesuchenden ist dieses Jahr stark gestiegen

Was die Anrufzahlen beim Frauentelefon seit zehn Jahren zeigen, bestätigt nun auch das neue Mädchentelefon: Service- und Beratungshotlines werden vom weiblichen Geschlecht gut angenommen. Mehr als 200 Mädchen haben heuer bereits die Möglichkeit genutzt, am Mädchentelefon kostenlos und vertraulich Antwort auf ihre Fragen zu erhalten. Das Frauentelefon wurde 1.757 Mal in Anspruch genommen.

Das Mädchentelefon, eine Initiative von Wiens Frauenstadträtin Maga Sonja Wehsely, ist seit 29. Oktober 2004 in Betrieb. Mehr als 200 Mädchen zwischen 13 und 17 Jahren haben dieses Jahr schon die kostenlose Nummer 0800/21 13 17 gewählt. "Und Fragen gibt es in diesem Alter viele!" weiß Sonja Wehsely. "Oft sind es Fragen, die Mädchen nicht einmal mit der eigenen Mutter besprechen wollen oder können. Häufig aber geht es einfach um Information, zum Beispiel um Ausbildungs- möglichkeiten nach der Schule." Topthema der Mädchen im Dezember waren Fragen rund um Sexualität, Verhütung und ungewollte Schwangerschaft. Häufig geht es auch um Liebeskummer, Trennungen oder Einsamkeit.

Zahl der Anrufe gestiegen
Trennungen und Scheidungen sind auch das Topthema bei den erwachsenen Frauen, die sich an das Frauentelefon, Tel. 01/408 70 66, wenden. Viele Anruferinnen klagen über Probleme mit Unterhaltszahlungen; finanzielle Sorgen aufgrund des geringen Einkommens von Frauen nehmen generell zu. Das Frauentelefon gibt es bereits seit zehn Jahren. 1.227 Mal klingelte das Frauentelefon im laufenden Jahr, am öftesten Monat März. Insgesamt kam es zu 1.757 Kontakten - Anrufe und persönliche Beratungen. Das ist eine signifikante Steigerung gegenüber dem Vorjahr: 2003 wurden 977 Kontakte beim Frauentelefon verzeichnet. (red)

30.12.2004 14:26