Mittwoch, 29. Dezember 2004

Spielzeug macht bleibenden Eindruck: Die Gehirnfunktion wird auf Dauer gefördert

  • Frühe Kenntnisse sind auch später noch abrufbar
  • Spielzeug fördert viele Bereiche des kindlichen Gehirns

Eine aktuelle Studie der Standford University beweist, dass es nicht egal ist, was man den Kindern zum Spielen gibt. Spielzeug, das den Geist eines kleinen Kindes anregt, kann die Gehirnfunktion auf Dauer fördern. Die Forscher haben nachgewiesen, dass Fähigkeiten, die sehr früh erlernt werden, zu permanenten Änderungen in der Gehirnstruktur führen können. Die Ergebnisse betonen laut BBC die Wichtigkeit der frühzeitigen Wahl des Spielzeugs.

Der leitende Wissenschafter Eric Knudsen erklärte, dass das sehr frühe Lernen neuer Fähigkeiten die Neuronen dazu anregt, neue Verbindungen zu bilden, die im Erwachsenalter noch immer funktionieren. Details der Studie wurden in der Online Edition von Nature Neuroscience veröffentlicht.

Pädagogisch wertvolles Spielzeug
So genanntes pädagogisch wertvolles Spielzeug ist seit vielen Jahren beliebt. Viele Eltern kaufen es ihren Kindern, um ihnen in der Schule einen Vorsprung zu ermöglichen. Die letzten Studien zeigen jedoch, dass dieses Spielzeug auch jene Bereiche des Gehirnes fördert, die später für das Treffen von Entscheidungen eingesetzt werden. Knudsen erklärte, dass diese Forschungsergebnisse die Wichtigkeit der Investition in kindliche Erfahrungen bestätigen. "Frühes Lernen kann langfristige Auswirkungen auf die Architektur des Gehirns haben." In früheren Studien wies das Team mit jungen Eulen nach, dass sie rasch neue Fähigkeiten erlernten, die ältere Tiere verwirrt zurückließen. In den aktuellen Experimenten wurde überprüft, ob diese Vögel sich als erwachsene Tiere noch an diese Fähigkeiten erinnerten. (pte/red)

Info-Link:
Nature Neuroscience

29.12.2004 15:02