Triumph für Burgenländer: Mattersburg entthront Rapid im Hallencup-Finale mit 4:3
- Kincl mit acht Treffern Torschützenkönig des Turniers
- Erstligisten gewinnen gegen Wacker Spiel um Platz 3
Der SK Rapid hat in der Wiener Stadthallen seinen Hallen-Meister gefunden. Der Herbstkönig und "Winterkönig" musste sich am Sonntag vor 9.300 Zuschauern im Finale des siebenten Fußball-T-Mobile-Hallencups Herausforderer SV Mattersburg 3:4 (1:1) geschlagen geben. Während die Hütteldorfer ihren achten Stadthallen-Erfolg verpassten, trugen sich die Burgenländer erstmals in die Siegerliste des traditionellen Turniers am Vogelweidplatz ein. Und das nicht zu Unrecht, gingen sie doch in allen acht Spielen als Sieger vom Platz!
Einen Teil der 60.000 Euro-Siegesprämie spendeten die Gewinner der Flutopfer in Ostasien, schon vor dem Anpfiff zum Endspiel hatten die Rapidler 20.000 Euro ihres Preisgeldes von 80.000 Euro für diesen Zweck zur Verfügung gestellt. Die Hütteldorfer durften sich damit trösten, dass sie mit Kincl (8 Tore) den Schützenkönig und mit Ivanschitz den "Hallenkönig" stellten.
In einem temporeichen und spannenden Endspiel wogte das Duell der Grünen - die Burgenländer spielten am Schlusstag aber ganz in Rot - lange hin und her. Ex-Rapidler Mandreko (8.) brachte den Herausforderer in Führung, die jedoch nur knapp fünf Minuten hielt. Nachdem Mörz wegen Reklamierens auf die Strafbank hatte müssen und Garics nur die Stange getroffen hatte, glich Kulovits Sekunden vor dem Ende des Überzahlspiels zum Pausenstand von 1:1 aus.
Nach dem Wechsel änderte sich an dem Charakter des Spiels nichts Wesentliches. Außer dass diesmal Rapid dank Kincls (20.) siebentes Tor in Führung ging und die Burgenländer durch Fuchs (27.) den Einstand besorgten. Und kaum hatten sich die Rapidler von dem 2:2 erholt, gerieten sie abermals durch Mandreko (28,), der per Fersler traf, 2:3 in Rückstand. Ein Freistoß von Patocka (29.) bedeutete sogar einen Zwei-Tore-Abstand.
46 Sekunden vor der Schlusssirene flackerte durch einen von Kincl an ihm verschuldeten Foul-Penalty zum 3:4 noch kurz Hoffnung auf. Aber letztlich gelang es Rapid auch nicht, als erste Mannschaft seit 1998 (ebenfalls Rapid) den Stadthallen-Titel erfolgreich zu verteidigen.
Im Spiel um den dritten Platz setzten sich die Erstligisten gegen Wacker 2:0 (0:0) durch. Lange Zeit war es torlos gestanden, doch im Finish schlug die Truppe von Werner Gregoritsch zu. Den Bann brach Braderic Keine Minute später traf Cehajic zum Endstand. Im Vorjahr hatten das Red Zac-Team am Vogelweidplatz nur den sechsten und letzten Endrang belegt.
Ergebnisse des letzten Spieltages:
Finale:
SV Mattersburg - SK Rapid 4:3
Spiel um den dritten Platz:
Red Zac-Team Erste Liga - Wacker Tirol 2:0
Semifinale:
FC Wacker Tirol - SV Mattersburg 1:5
SK Rapid - Red Zac Team Erste Liga 5:2 (2:0)
(apa/red)
