Vor dem Auftakt im deutschen Oberstdorf: Vorsichtiger Optimismus im ÖSV-Team
- Geht es nach Morgenstern ist Ahonen "bald fällig"
- Für Höllwarth ist die Tournee wie eine Weltmeisterschaft
·Ahonen siegt zum Auftakt in Oberstdorf
Martin Höllwarth als bester Österreicher auf Rang fünf
·Hannawald kehrte in Oberstdorf zurück
Ex-Gesamtsieger war aber nur als Zuschauer dabei
·Die Favoriten der Tournee im Überblick
Ahonen, Höllwarth, Malysz und Co. zum Durchklicken
·Die Vierschanzen-Tournee im Überblick
Alle Termine der Springen und die ORF-Sendezeiten
·Die Statistik zur Tournee 2004/05!
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Abstimmen: Welche ÖSV- Asse erobern Edelmetall?
·Der aktuelle Stand im Gesamt-Weltcup
Ahonen vorne, Österreich im Nationencup Spitze
1984 Ernst Vettori, 1994 Reinhard Schwarzenberger und 2004? Österreichs Skispringer haben auf der WM-Schanze in Oberstdorf bisher insgesamt sechs Siege gefeiert, in den vergangenen 20 Jahren gab es aber nur zwei Erfolge. Für den Auftakt der 53. Vierschanzen-Tournee erhofft das ÖSV-Team um Martin Höllwarth, Thomas Morgenstern und Andreas Widhölzl auf eine gute Generalprobe für die Weltmeisterschaften (16. bis 27. Februar), die in knapp 50 Tagen beginnen.
"Natürlich wäre ein Sieg ein Traum-Auftakt. Es ist viel drinnen, aber ich lasse mir keinen Druck machen", meint der 18-jährige Morgenstern, für den es bereits die dritte Tournee ist. Der Kärntner, vor einem Jahr in Oberstdorf Zweiter und Tournee-Vierter, hat seine Einstellung im Laufe der Saison geändert. "In Trondheim habe ich mich noch über einen fünften Platz geärgert, ich wollte zu viel", so "Morgi".
Kampfansage von "Morgi" an den "Skisprung-Schumi"
Jetzt will er es lockerer angehen. "Ich möchte Freude am Springen haben und zeigen, was ich kann. Aber ich bin auch nur ein Sportler." Der große Favorit ist freilich Janne Ahonen, der sieben von acht Saison-Springen gewonnen hat. "Es wird für ihn sehr schwer. Aber zuletzt hatte er nur noch wenig Vorsprung. Wenn es so weiter geht, dann ist er fällig", macht Morgenstern eine freche Kampfansage in Richtung des routinierten Finnen.
Widhölzl legt das Augenmerk auf die Haltungsnoten
Ähnlich sieht es auch der bisher letzte österreichische Tournee-Sieger (99/00), Andreas Widhölzl, der nach einer Änderung seines Sprungstils heuer wieder im Favoritenkreis aufscheint. "Ahonen ist nicht mehr so weit weg und die ganze Weltklasse pickt sehr eng beieinander. Ich glaube, dass die Haltungsnoten sehr viel ausmachen werden", meint "Swider", der fast genau zehn Jahre älter ist als Morgenstern.
Für Höllwarth ist die Tournee wie eine WM
Der Vorjahres-Gesamtzweite Höllwarth hofft bei seiner 14. Tournee nach zwei zweiten und einem dritten Gesamtrang auf den ersten Triumph. "Ich habe die Chance zu gewinnen, aber da muss ich acht gute Sprünge machen." Vom Stellenwert her ist die Tournee für ihn "mit einer WM gleichzusetzen. Alle vier Springen sind mehr oder weniger in der Heimat, man kennt auch unter den Zuschauern viele Leute." Von Druck will er nichts hören, und auch nichts vom überfälligen ersten Saisonsieg der Österreicher. "Es ist wichtig für uns, dass wir ruhig bleiben und uns nicht hinein theatern lassen."
Pointner und Innauer sind zuversichtlich
Cheftrainer Alex Pointner ging "beruhigt" in seine erste Tournee in dieser Funktion. "Wir sind momentan die einzige Nation mit drei Top-Sportlern und nicht abhängig von einem Springer", meint er. Und auch der nordische Direktor, Toni Innauer, sah dem ersten Saisonhöhepunkt optimistisch entgegen. "Wir sind als führende Nation hierher gekommen, das Selbstvertrauen ist da. Ich habe ein gutes Gefühl", sagte der Vorarlberger.
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