Rückkehr in Oberstdorf: Burn-out-Opfer Hannawald war aber nur als Zuschauer dabei
- Ex-Triumphator: "Heute schlafe ich mit einem Lächeln"
- Über Janne Ahonen: "Schaukelt das Ding locker heim"
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Er stand ganz alleine auf dem Hang der Schattenberg-Schanze und beobachtete am Schauplatz eines seiner größten Triumphe seine Kollegen bei der Arbeit. Sven Hannawald, der bisher einzige Skispringer, der den "Tournee-Grand-Slam" geschafft hat, ist durch ein "Burnout-Syndrom" derzeit zum Zuschauen verurteilt. Für den Deutschen war aber schon das Live-Erlebnis in Oberstdorf wohl eine kleine Form der Therapie.
"Ich bin froh, dass ich da war. Im Vorfeld hatte ich doch das Muffensausen bekommen, weil ich nicht gewusst habe, worauf ich mich einlasse", sagte Hannawald. "Aber der Tag war wirklich absolut genial, mit all den Zuschauern, wenn man das wieder so erfährt, den ganzen Jubel usw. dann fühlt man sich auch so erinnert. Es hat Spaß gemacht, zuzugucken."
Ahonen hat "Hannis" Rekord schon im Sack
Hannawald hat sich noch nicht festgelegt, wie es mit ihm weitergeht. In erster Linie hat er einmal versucht, hierher zu kommen. "Das ist ja kein simpler Weltcup. Die vier Tournee-Springen damals waren in meiner Karriere bis jetzt halt auch ein Highlight. Über seine persönliche Zukunft oder ein mögliches Comeback wollte er sich noch nicht äußern. "Ich freue mich mal an dem Tag. Was in der Zukunft sein soll, werde ich sehen, aber heute schlafe ich, glaube ich, mit einem Lächeln."
Möglicherweise hat Hannawald seinem Nachfolger bei der Arbeit zugeschaut, denn Janne Ahonen hat mit Sicherheit alle Möglichkeiten, ebenfalls alle vier Tournee-Springen in Folge zu gewinnen. "Er hat von neun Springen schon acht gewonnen. Mein Rekord sind ja eigentlich nur vier Springen hintereinander, die er hat er locker im Sack", meinte Hannawald dazu. Außerdem habe sich Ahonen schon immer durch Stabilität ausgezeichnet. "Er hat sich auch trotz anderen Bedingungen durchgebissen. Wenn er sich von den Medien nicht durcheinander bringen lässt, schaukelt er das Ding locker heim", glaubt Hannawald.
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