Heimsieg für ÖSV-Damen am Semmering: Marlies Schild holt sich den Riesentorlauf!
- Elisabeth Görgl wird Dritte hinter der Finnin Poutiainen
- Pärson und Götschl im 2. Durchgang ausgeschieden
·Semmering: Dauer- arbeiten auf Piste
Nach dem Regen macht Wintereinbruch zu schaffen
·Weltcup hautnah am Semmering
Dorfmeister: Tore mehr bei Zusehern als am Hang
·Semmering: Zeiser gibt Weltcup-Debüt
21-jährige Steirerin neues Gesicht im Ski-Zirkus
·Am Zauberberg gibt es Sport und Show
Manuel Ortega, Opus und "Die Edlseer" spielen auf
·So kommen Sie zum Ski-Weltcup!
Wichtige Verkehrs-Infos zum Semmering-Gebiet!
Mit Heimvorteil und über 10.000 Zuschauern im Rücken sind Österreichs Riesentorlauf-Damen am Dienstag auf dem Semmering endlich wieder auf den Erfolgszug aufgesprungen. Marlies Schild gewann sensationell 0,11 Sekunden vor der Finnin Tanja Poutiainen sowie 1,56 vor Elisabeth Görgl und beendete fast auf den Tag genau eine einjährige ÖSV-Durststrecke (27. Dezember 2003 in Lienz) in dieser Disziplin. Für Schild war es der zweite Weltcup-Sieg nach dem Slalom im März in Sestriere und der erste im Riesentorlauf.
Die Piste wegen des Extremwetters bruchgefährdet, die ÖSV-Riesentorläuferinnen podestlos und in der Krise. Das waren die unfreundlichen Voraussetzungen für das Rennen am Semmering gewesen. Am Ende stellten aber Veranstalter und ÖSV-Rennfahrerinnen alle Prognosen auf den Kopf und machten dem Zauberberg alle Ehre.
Im zweiten Durchgang griffen die ÖSV-Damen erfolgreich an
Vor allem die ÖSV-Mädchen. Neun von zehn qualifizierten sich für den zweiten Durchgang, darunter Schild als Zweite, Renate Götschl als sensationelle Vierte, dazu Rohregger (8.) und Görgl (10.) ebenfalls in den Top-Ten. Und im zweiten Durchgang hatte dann Schild trotz dichten Nebels den besten Durchblick und fuhr mit Laufbestzeit zu ihrem ersten RTL-Sieg, Görgl noch auf das Podest und die junge Michaela Kirchgasser trotz Startnummer 49 noch vom 22. auf den siebenten Platz.
Schild überglücklich: "Kann nicht glauben, dass ich im Riesentorlauf gewinne
Die Favoritinnen hingegen patzten. Die drittplatzierte Anja Pärson stürzte mit toller Zwischenzeit, Halbzeit-Leaderin Poutiainen war letztlich froh über Platz zwei, Janica Kostelic gab sich mit Platz fünf zufrieden. "Sensationell. Ich kann nicht glauben, dass ich im Riesentorlauf gewinne", strahlte Schild im Ziel. Die 23-jährige Salzburgerin gilt seit Saisonbeginn als klare Nummer eins im Technik-Team und hatte auch im Slalom für den bisher einzigen Podestplatz (2. in Zauchensee) gesorgt.
"Ich bin seit Wochen gut unterwegs, bisher aber zu oft ausgefallen. Heute hat es endlich funktioniert", erklärte Schild und erklärte ihren Aufschwung auch damit, dass sie hart an ihrer RTL-Technik gearbeitet habe. Das gemeinsame Training mit ihrem Freund Benjamin Raich dürfte auch nicht hinderlich gewesen sein. "Natürlich ist es gut, wenn der Partner dasselbe macht und mitfiebert. Aber siegen lernen musste ich ganz alleine", scherzte Schild, die nun auch am Mittwoch im Slalom zu den Topfavoritinnen zählt.
Niederösterreicherinnen nicht inden Top Ten
Während mit Görgl ("Im zweiten Lauf bin ich endlich das gefahren was ich kann"), natürlich auch die steirische Lokalmatadorin strahlte und Kirchgasser für eine neu persönliche Bestmarke sorgte, war angesichts der "Wiedergeburt" der ÖSV-Damen verschmerzbar, dass mit Michaela Dorfmeister (11.) und Kathrin Zettel (16. trotz Ausrutscher) die zwei Niederösterreicherinnen nicht in die Top Ten kamen und Götschl sowie Nicole Hosp weiterhin die "Seuche" haben.
Mandl: "Schade ist es nur um Renate Götschl"
Götschl stürzte mit toller Zwischenzeit im Finale, Hosp hatte nach einem schweren Fehler den zweiten Durchgang als einzige ÖSV-Läufern sogar verpasst. "Das Jahr 2004 mag mich nicht. Ich muss nach vorne schauen", sagte Hosp.
Hochzufrieden war auch Damenchef Herbert Mandl. "Auf diesen Moment haben wir lange hin gearbeitet. Die Mädchen sind bisher schon sehr schnell gefahren, heute haben sie endlich auch Glück gehabt. Wir haben eine kompakte Mannschaft wie schon lange nicht mehr. Schade ist es nur um Renate Götschl."
| Endergebnis vom Damen-Weltcup-Riesentorlauf auf dem Semmering | ||||||
| 1. | Marlies Schild | AUT | 2:15,97 Min. | . | 1:10,81 | 1:05,16 |
| 2. | Tanja Poutiainen | FIN | 2:16,08 | +0,11 | 1:10,67 | 1:05,41 |
| 3. | Elisabeth Görgl | AUT | 2:17,53 | +1,56 | 1:12,04 | 1:05,49 |
| 4. | Sarah Schleper | USA | 2:17,68 | +1,71 | 1:11,44 | 1:06,24 |
| 5. | Janica Kostelic | CRO | 2:18,05 | +2,08 | 1:11,98 | 1:06,07 |
| 6. | Maria-J. Rienda-Contreras | ESP | 2:18,06 | +2,09 | 1:11,65 | 1:06,41 |
| 7. | Michaela Kirchgasser | AUT | 2:18,40 | +2,43 | 1:12,82 | 1:05,58 |
| 8. | Manuela Moelgg | ITA | 2:18,49 | +2,52 | 1:12,45 | 1:06,04 |
| 9. | Sonja Nef | SUI | 2:18,50 | +2,53 | 1:12,30 | 1:06,20 |
| 10. | Martina Ertl | GER | 2:18,55 | +2,58 | 1:12,21 | 1:06,34 |
| 11. | Michaela Dorfmeister | AUT | 2:18,71 | +2,74 | 1:12,33 | 1:06,38 |
| 12. | Anna Ottosson | SWE | 2:18,80 | +2,83 | 1:12,74 | 1:06,06 |
| 13. | Eveline Rohregger | AUT | 2:18,89 | +2,92 | 1:11,86 | 1:07,03 |
| 14. | Nicole Gius | ITA | 2:19,23 | +3,26 | 1:12,81 | 1:06,42 |
| 15. | Genevieve Simard | CAN | 2:19,26 | +3,29 | 1:12,71 | 1:06,55 |
| 16. | Kathrin Zettel | AUT | 2:19,46 | +3,49 | 1:12,31 | 1:07,15 |
| 17. | Alexandra Meissnitzer | AUT | 2:19,54 | +3,57 | 1:12,49 | 1:07,05 |
| 18. | Silke Bachmann | ITA | 2:19,57 | +3,60 | 1:12,84 | 1:06,73 |
| 19. | Maria Riesch | GER | 2:19,65 | +3,68 | 1:13,04 | 1:06,61 |
| 20. | Karina Birkelund | NOR | 2:19,74 | +3,77 | 1:13,41 | 1:06,33 |
| 21. | Allison Forsyth | CAN | 2:19,78 | +3,81 | 1:12,97 | 1:06,81 |
| . | Anja Blieninger | GER | 2:19,78 | +3,81 | 1:12,73 | 1:07,05 |
| 23. | Tina Maze | SLO | 2:19,94 | +3,97 | 1:11,35 | 1:08,59 |
| 24. | Andrine Flemmen | NOR | 2:20,10 | +4,13 | 1:12,94 | 1:07,16 |
| 25. | Brigitte Acton | CAN | 2:20,13 | +4,16 | 1:13,26 | 1:06,87 |
| 26. | Marlies Oester | SUI | 2:20,33 | +4,36 | 1:13,09 | 1:07,24 |
| 27. | Laurence Lazier | FRA | 2:20,72 | +4,75 | 1:12,80 | 1:07,92 |
| 28. | Silvia Berger | AUT | 2:20,73 | +4,76 | 1:13,49 | 1:07,24 |
(apa)
