Montag, 27. Dezember 2004

Wintereinbruch macht Piste zu schaffen: Semmering-Veranstalter müssen "zaubern"

  • Nach dem Regen kamen jetzt instinsive Schneefälle
  • Veranstalter zuversichtlich für die beiden Damenrennen

"Zaubern" müssen die Veranstalter, damit die Damen-Weltcuprennen am Dienstag (RTL) und Mittwoch (Slalom) auf dem Semmeringer "Zauberberg" auf gewohnt hohem Niveau über die Bühne gehen. Denn nach Dauerregen am Sonntag setzte am Montag der Wintereinbruch mit intensivem Schneefall der seit Tagen gesperrten und an sich fertigen Rennpiste auf dem Hirschenkogel zu. Erschwerend hinzu kamen Plusgrade, die eine endgültige Präparierung der Strecke erschwerten.

Seit Tagen arbeiten zahlreiche Helfer auf der Panoramapiste, um für das letzte große Ski-Spektakel in diesem Jahr in Österreich optimale Verhältnisse zu schaffen. Auf den Regen hatte man mit einem extra herbei geschaffenen "Rüttelbalken" reagiert und die an der Oberfläche aufgeweichte Piste verdichtet. Den Neuschnee am Montag fräste man mit drei Maschinen in die Piste. Der Einsatz von "Schneezement" wurde für den letzten Moment aufgehoben, der Kurs für den Riesentorlauf am Dienstag wird aber erst am Abend bei Flutlicht gesetzt.

Die Veranstalter sind aber zuversichtlich, die zweitägige Veranstaltung, deren Budget allein für den Sport 750.000 Euro beträgt, problemlos über die Bühne zu bringen. "Gegen das Wetter ist man machtlos. Ohne die Grundpräparierung mit Kunstschnee hätten wir aber Probleme bekommen", sagte OK-Chef Franz Steiner. "In welchem Zustand die Piste aber genau sein wird, wird man erst an den Renntagen sehen."

Die Damenteams absolvierten das Abschlusstraining für die Semmering-Rennen in kleinen Skigebieten der Umgebung. Das Gros der ÖSV-Damen tat dies bei Schneeregen aber guten Bedingungen in Flachau, die Lokalmatadorinnen Michaela Dorfmeister und Kathrin Zettel auf dem Hochkar. Für die zwei Rennen werden bekanntlich über 20.000 Zuschauer erwartet. (apa)

27.12.2004 13:11