Schlag gegen Terror in Irak: Angeblich wichtiger Zarqawi-Gefolgsmann verhaftet
- War für Info-Austausch mit El Kaida verantwortlich
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Das US-Militär hat in Bagdad offenbar einen hochrangigen Gefolgsmann des jordanischen Terroristen Abu Mussab al-Zarqawi festgenommen. Wie das Presseamt der irakischen Übergangsregierung am Donnerstag mitteilte, wurde der 26-jährige Fadil Hussein Ahmed al-Kurdi, genannt Ridha, kürzlich verhaftet. Er solle für den Nachrichtenaustausch zwischen dem Netz von Zarqawi im Irak und Osama bin Ladens internationaler Organisation Al Kaida verantwortlich gewesen sein.
Ridha, ein ethnischer Kurde, sei zusammen mit zwei anderen mutmaßlichen Terroristen festgenommen worden. Er werde vom US-Militär und irakischen Stellen weiter verhört. Den Zeitpunkt der Festnahme nannte die Mitteilung nicht.
Bereits am 23. Dezember hatten die US-Streitkräfte nach Angaben der Übergangsregierung Abu Marwan in Mosul (Mossul) verhaftet. Er soll in dieser nordirakischen Großstadt für Zarqawi in führender Position gearbeitet haben. Beide Fahndungserfolge hätten der Organisation Zarqawis "schwere Verluste" zugefügt, hieß es in der Mitteilung.
Bin Laden hatte vor Tagen in einer Tonband-Botschaft Zarqawi zu seinem Stellvertreter im Irak ernannt. Der Jordanier hatte bereits im Oktober seine Loyalität zu Bin Laden bekundet.
In der Nacht auf Donnerstag wurden bei Gefechten zwischen US-Truppen und Aufständischen in Mosul mindestens 25 Rebellen getötet. Die Zusammenstöße folgten demnach auf mehrere Autobomben, die von Aufständischen gezündet wurden. Ziele seien US-Patrouillen und eine Kampfstellung gewesen. Dann hätten rund 50 Rebellen mit Panzerfäusten, Mörsern und Gewehren die Stellung angegriffen. Die US-Soldaten hätten Luftunterstützung angefordert. 15 US-Soldaten seien verletzt worden.
Auch in Bagdad ebbte die Gewalt zum Jahresende nicht ab. Nach Polizeiangaben stürmten Bewaffnete am Mittwochabend ein Haus im wohlhabenden Bezirk Mansur und entführten zwei libanesische Geschäftsmänner. Bereits im September waren in dem Bezirk der Hauptstadt zwei Amerikaner und ein Brite als Geiseln genommen worden. Diese waren von Anhängern Zarqawis enthauptet worden. (apa/red)
