Dienstag, 28. Dezember 2004

Terror in Spanien: Islamisten planten
Anschläge mit radioaktivem Material

  • Terrorzelle wollte "rotes Quecksilber" erwerben
  • Vier Marokkaner in Barcelona festgenommen

Eine in Spanien zerschlagene islamistische Terrorzelle hat angeblich Anschläge mit radioaktivem Material geplant. Zwei mutmaßliche Mitglieder sagten nach Presseberichten vom Dienstag vor einem spanischen Ermittlungsrichter aus, sie hätten mit einem Tschechen Verhandlungen über den Erwerb einer Substanz zur Herstellung "schmutziger Bomben" geführt.

Dabei habe es sich um so genanntes rotes Quecksilber gehandelt. Dies ist eine mysteriöse Substanz, deren Zusammensetzung unbekannt ist. Das "rote Quecksilber", so wird spekuliert, soll im früheren Ostblock entwickelt worden sein und größere Landstriche radioaktiv verseuchen können. Skeptiker gehen dagegen davon aus, dass diese Substanz eine Erfindung von Geheimdiensten sei und in Wirklichkeit nicht existiere.

In Barcelona waren vier Marokkaner unter dem Verdacht, eine islamistische Terrorzelle zu bilden festgenommen worden. Nach Angaben aus Ermittlerkreisen hatte die Gruppe versucht, Sprengstoff zu kaufen, um damit an den Weihnachtstagen Anschläge in Spanien oder Marokko zu verüben.(apa)

28.12.2004 12:44