Nach Seebeben in Asien: Erdachse wurde um rund acht Zentimeter verschoben
- Erste Auswertung von Daten aus dem globalen GPS-Vermessungsnetz
Das schwere Seebeben im Indischen Ozean hat die Erdachse um rund acht Zentimeter verschoben. Dies ergab eine am Mittwoch veröffentlichte erste Auswertung von Daten aus dem globalen GPS-Vermessungsnetz durch das Astronomische Institut der Universität Bern. Die Verschiebung dürfte die größte sein, die seit Beginn der routinemäßigen Überwachung mit dem Global Positioning System (GPS) im Jahr 1992 durch ein einzelnes Ereignis verursacht wurde. Negative Konsequenzen für die Erdrotation sind der Universität zufolge nicht zu befürchten.
Die Erdachse - und damit der Nord- und Südpol - ist nicht fest mit der Erde verbunden. Infolge von Massenumlagerungen im Erdinnern sowie in Ozeanen und in der Erdatmosphäre verändert sich die Lage der Achse dauernd. Als Folge verschieben sich Nord- und Südpol um bis zu zehn Zentimeter pro Tag innerhalb eines Umkreises mit einem Durchmesser von etwa 15 Metern.
Im Jet Propulsion Laboratory der Nasa stellten US-Forscher zuvor die Theorie auf, durch das gewaltige Beben der Stärke Neun könne sich - möglicherweise dauerhaft - die Erdrotation beschleunigt haben. Auf Grund der bei dem Beben bewegten Erdmasse komme man rechnerisch auf einen Wert von drei Microsekunden (=drei Millionstel Sekunden), um die sich die Erde nach der Katastrophe nun schneller drehen könnte. (apa/red)
Syrien13:12
UNO-Rüge nach MassakerSicherheitsrat richtet nach Massaker in Houla deutliche Worte an Regierung
Suu Kyi11:03
Erste AuslandsreiseNach 24 Jahren zum ersten Mal wieder ins Ausland: Suu Kyi reist nach Bangkok
Dalai Lama in Österreich14:12
Keine Angst vor ChinaAußenministerium reagiert auf Chinas Empörung betont gelassen
