Nach Katastrophe in Asien: Regierung ruft
für heute einen "Tag der Trauer" aus
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Einen "Tag der Trauer" hat die Bundesregierung für heute ausgerufen. Die rot-weiß-roten Fahnen sollen im ganzen Land auf Halbmast hängen. "Wir wollen unsere volle Sympathie und unser Mitgefühl mit den Opfern und deren Angehörigen zum Ausdruck bringen", gab Bundeskanzler Schüssel am Mittwoch bekannt. Im Wiener Stephansdom hat am Donnerstag ein Gedenkgottesdienst für die Opfer der Katastrophe in Südasien stattgefunden - an dem auch Bundeskanzler Wolfgang Schüssel (V) und eine Reihe weiterer Regierungsmitglieder teilgenommen haben.
Weihbischof Ludwig Schwarz hat dabei zu einer "weltumspannenden Aktion der Hilfe" aufgerufen und von "tiefer Betroffenheit" gesprochen.
In der "globalisierten Welt von heute" sollten die Überlebenden den Trost und die Hilfe durch andere Menschen erfahren, meinte Schwarz. Man gedenke der viele Toten, die von der Flut aus dem Leben gerissen wurden und man bete, dass sie in die bergende Hand Gottes gefallen sind, sagte der Weihbischof. Die Fürbitte gelte auch jenen, die noch in Ungewissheit über das Schicksal ihrer Angehörigen leben.
Solidarität eingefordert
Die prachtvollen Landschaften am Indischen Ozean seien vielen wie eine Ahnung des Paradieses erschienen. Diesen Traum habe die furchtbare Katastrophe zerstört, sagte Schwarz. Er wies auch auf die Armut in den Ländern Südostasiens hin, wo jetzt viel Aufbauarbeit der vergangenen Jahre zerstört worden sei.
Bei der Messe im Stephansdom waren neben Schüssel auch Innenministerin Liese Prokop (V), Gesundheitsministerin Maria Rauch-Kallat (V), Außenministerin Ursula Plassnik (V), Sozialminister Herbert Haupt (F) und Justizministerin Karin Miklautsch (F) anwesend. Nach dem Gottesdienst wurde für die Opfer der Flutkatastrophe gesammelt.
Schüssel: Spenden statt Böller
Was die Unterstützung durch konsularische Vertretungen vor Ort betrifft, sagte Schüssel, dass vor allem kleine Länder in den betroffenen, Regionen keine Vertretungsbehörden haben könnten. Man müsse aber aus dieser Situation für die Zukunft lernen. Deshalb werde die Bundesregierung eine Initiative in der EU einbringen, engere konsularische Zusammenarbeiten anzudenken.
Schüssel appellierte, heuer auf Silvesterböller zu verzichten und das Geld stattdessen zu spenden. Es solle ein "Feuerwerk der Menschlichkeit" geben.
(apa)
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