Hilfe in Südasien angelaufen: Unterkünfte, Wasser und medizinische Versorgung
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Die Hilfswelle ist in den betroffenen Regionen in Südasien ist bereits angerollt. Zahlreiche Staaten, die UNO und Hilfsorganisationen entsandten Katastrophenhelfer und Ausrüstung in die betroffenen Regionen. Die EU will ihre Hilfe massiv erhöhen. Das kündigte EU-Kommissar Michel an. Bis zu 30 Millionen Euro könne man kurzfristig mobilisieren. Schon gestern wies die Kommission dem Roten Kreuz drei Millionen Euro an.
Jetzt hat nach Angaben des Sprechers des Österreichischen Roten Kreuzes (ÖRK), Gerald Czech, die medizinische Betreuung von Verletzten in der Krisenregion oberste Priorität. Zudem werden Unterkünfte - laut Czech gibt es eine Million Obdachlose -, Nahrungsmittel, Wasser, Decken und Notfallkochgeschirr vom Roten Kreuz zur Verfügung gestellt.
Die Kommunikationskanäle der Hilfskräfte im Krisengebiet seien noch nicht eingespielt, sagte der ÖRK-Sprecher. Die Koordination untereinander sei jedoch enorm wichtig, da das Katastrophengebiet so groß sei. Von einigen Inseln wisse man noch nicht einmal, wie dort die Lage sei. "Jeder, der ankommt, versucht jetzt ein Kommunikationsnetz zu etablieren", sagte Czech.
Ärtze ohne Grenzen schickt 32 Tonnen Hilfsgüter
Mit Kommunikationsschwierigkeiten kämpft auch die internationale Hilfsorganisation Ärzte ohne Grenzen. Über reguläre Leitungen geht überhaupt nichts. "Auch unsere Satellitentelefone funktionieren nicht immer", erzählte Gabriele Faber-Wiener, Sprecherin von Ärzte ohne Grenzen in Österreich.
Die Organisation schickte am Montagnachmittag einen Charterflieger mit 32 Tonnen Hilfsgütern von Ostende in die Krisenregion. Ziel sei Sumatra, man warte jedoch noch auf die Landegenehmigung. Die Lieferung beinhalte medizinische und sanitäre Hilfsgüter, die für 30.000 bis 40.000 Menschen reichen, so Faber-Wiener. Zudem reise ein Notfallteam, bestehend aus sechs Personen, in die Region. Darunter seien Wasserexperten, Logistiker und Mediziner. Österreich sind laut der Sprecherin nicht dabei.
Nothilfeprogramm von Care angelaufen
Auch das Nothilfeprogramm der internationalen Hilfsorganisation Care ist in den am stärksten von der Flut betroffenen Ländern Sri Lanka, Indien, Thailand und Indonesien angelaufen. Care ist in allen vier Ländern mit zahlreichen Projekten und Hilfspersonal an Ort und Stelle und könne daher sehr schnell reagieren, gab die Organisation am Montag in einer Aussendung bekannt.
Dringend Unterkünfte, Wasser, Nahrung und medizinische Versorgung benötigt
"Die Situation ist dramatisch. Zahlreiche Regionen sind von der Außenwelt abgeschnitten, und die Zahl der Opfer wächst stündlich", sagt Titon Mitra, Emergency Director Care International. "Vor allem die Menschen an der Süd- und Ostküste Sri Lankas leiden große Not und brauchen dringend Unterkünfte, Wasser, Nahrung und medizinische Versorgung." Die Krankenhäuser in den Bezirken Muttur und Trincomalee in Sri Lanka können keine Verletzten mehr aufnehmen. Ihre Kapazitäten sind bereits erschöpft.
World Vision stellt Nothilfe-Pakete zusammen
Nach der Katastrophe hat auch die Hilfsorganisation World Vision erste Hilfsmaßnahmen in den betroffenen Gebieten Südasiens eingeleitet. In den am schwersten betroffenen Ländern - Sri Lanka und Indien - seien bereits Helfer an Ort und Stelle. In Sri Lanka werden derzeit Nothilfe-Pakete mit warmen Mahlzeiten, Decken und Haushaltsutensilien für bis zu 200.000 Menschen zusammengestellt, hieß es in einer Aussendung.
Diakonie hilft besonders in Südindien und Sri Lanka
Die Diakonie Auslandshilfe setzt derzeit ihren Fokus auf Südindien und Sri Lanka. Diese beiden Regionen sind am stärksten von dem Erdebeben und den Flutwellen betroffen. Gemeinsamt mit den internationalen Partnerorganisationen sollen in den indischen Bundesstaaten Tamil Nadu, Andra Pradesh und Madras rund 50.000 Menschen mit Hilfsgütern versorgt werden.
Bundesheer plant keinen Hilfseinsatz
Das Bundesheer plane derzeit keinen Hilfseinsatz, hieß es am Montag auf Anfrage der APA im Verteidigungsministerium. Derzeit würden in erster Linie Geld, Bekleidung und bereits in Flaschen abgefülltes Wasser benötigt, dies könne man nicht anbieten. Mit Personal und Versorgung unterstützt werde aber der Krisenstab im Außenministerium.(apa)
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