"profil": Österreichischer Rekrut Opfer von Übergriffen durch Schweizer Soldaten
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Wie das Nachrichtenmagazin "profil" in seiner Montag erscheinenden Ausgabe berichtet, wurde ein niederösterreichischer Grundwehrdiener Opfer von Übergriffen durch Schweizer Soldaten. Der Rekrut wurde im März 2004 in Niederösterreich als Feinddarsteller für eine KFOR-Übung abkommandiert, im Rahmen derer österreichische, deutsche und Schweizer Soldaten zu Militärpolizisten für den Kosovo-Einsatz ausgebildet wurden.
Der Rekrut sollte im Lauf der Übung unter anderem einen friedlichen Einheimischen mimen, ein anderes Mal einen Hausbesitzer, bei dem eine Waffe gefunden wird. Bei darauffolgenden Verhören musste er sich komplett entkleiden und nackt von den Berufssoldaten abtasten lassen. Auch wurde er in einem Baucontainer ohne Strom und Heizung bei völliger Dunkelheit gefangen gehalten. Trotz Fieber und Mandelentzündung wurden dem jungen Mann stundenlang Medikamente und Wasser verweigert. Erst als er durch Zufall einen österreichischen Unteroffizier herbeirufen konnte, befreite ihn dieser.
Die Vorfälle waren schon kurz nach der Übung vom Rekruten angezeigt, von den lokalen Kommandanten aber nicht weitergeleitet worden, heißt es aus dem Verteidigungsministerium, wo man die Causa bestätigt. "Es ist nicht vorgesehen, dass Rekruten für so eine Übung herangezogen werden", so Brigadier Harald Leopold, Leiter der Disziplinar- und Beschwerdestelle im Verteidigungsministerium gegenüber "profil". "Die Kommandanten werden in die Pflicht genommen." Mit Konsequenzen sei zu rechnen.
In der Schweiz prüft derzeit ein Militärgericht den Fall. In einem Brief an den Rekruten bedauert das Schweizer Heer, dass "Unannehmlichkeiten entstanden sind".
Die ganze Story lesen Sie im aktuellen "profil"!
