Mittwoch, 29. Dezember 2004

"Wirklich die absolute Untergrenze": FPÖ für mindestens neun Monate Zivildienst

  • Vizekanzler Gorbach rückt von bisheriger Forderung ab
  • 2006: Ex-FP-Parteichef fordert 15 Prozent bei NR-Wahl

Die FPÖ kann sich die Verkürzung des Zivildienstes auf neun Monate vorstellen. Das wäre aber "wirklich die absolute Untergrenze", erklärte Vizekanzler Gorbach einem Zeitungs-Interview. Bisher hat sich die FPÖ für zehn verpflichtenden und zwei freiwillige Monate ausgesprochen.

Der Zivildienst sei wichtig "und die, die ihn machen, nehmen auch zehn bis zwölf Monate in Kauf", erklärt Gorbach in der "Presse". Untergrenze seien neun Monate. "Ohne Verhandlungsspielraum in Gespräche zu gehen, ist mühsam", erklärt er.

Für die FPÖ legt der frühere Parteichef die Latte hoch: Das Ziel müsse sein, bei der nächsten Nationalratswahl 2006 mindestens 15 Prozent zu erreichen. Die Frage des Spitzenkandidaten für diese Wahl sieht Gorbach nicht auf sich und Parteichefin Ursula Haubner beschränkt. Ein Überraschungskandidat von außen komme "durchaus" in Frage. (apa)

29.12.2004 20:48