"Bildungssackgasse:" SPÖ gegen Einschränkung des freien Unizugangs
- Rektoren-Vorschlag: Masterstudium nicht mehr für alle
- Brouka: Gehrers Kürzungen sorgen für Geldnot
SPÖ-Wissenschaftssprecher Broukal spricht sich gegen Einschränkungen des freien Hochschulzugangs aus. Damit reagierte er auf die Forderung von Rektoren nach einem freien Hochschulzugang nur mehr für das Bakkalaureat, aber nicht für das Masterstudium. Bildungsministerin Geher hatte dazu die Rektoren auffordert, einen "fertigen Vorschlag auf den Tisch zu legen".
Nach Ansicht Broukals treibt Gehrer die Universitäten durch verantwortungslose Kürzungen in extreme Geldnot, zwinge die Rektoren zu Notvorschlägen, etwa durch Studienplatzbeschränkungen der unerträglichen Situation Abhilfe zu schaffen, "um dann gönnerhaft und überheblich diese aus Not geäußerten Vorschläge als gute Idee zu bezeichnen". Statt endlich um Mittel für die Universitäten zu kämpfen, damit alle Studierenden den Magister-Abschluss machen können, "ergreift die Ministerin die Gelegenheit beim Schopf, um den freien Hochschulzugang einzuschränken", so Broukal am Dienstag.
Gehrer verwies in der "Presse" auf ihre "Erfahrung, dass manche Rektoren irgendetwas fordern, und wenn's dann schwierig wird, das umzusetzen, dann sitzen sie hinterm Busch und warten, wie es der Ministerin geht". Wenn der Vorschlag der Rektoren da sei, werde man sich überlegen, was man gesetzlich tun könne, "vielleicht kann man es in der Uni-Autonomie umsetzen", so Gehrer.
Broukal warnte im Zusammenhang mit den Bakkalaureat-Studien vor einer "Bildungssackgasse": Es sei noch nicht geklärt, ob die Wirtschaft Bakkalaureats-Absolventen überhaupt anerkenne. Sicher sei allerdings, dass die Republik Österreich Absolventen eines Bakkalaureat-Studiums nicht als Akademiker anerkenne.(apa)
