Kaum Verschiebungen bei Sonntagsfrage 2004: SPÖ vor ÖVP, Grüne vor FPÖ
- SPÖ mit 40 Prozent vor der ÖVP mit 34 Prozent
- Grüne 15 Prozent, FPÖ nur noch bei 9 Prozent
Kaum nennenswerte Verschiebungen hat das Jahr 2004 bei der Zustimmung der Österreicher zu den vier Parlamentsparteien gebracht. Das geht aus Daten hervor, die das Meinungsforschungsinstitut OGM in regelmäßigen Abständen für das "profil" erhebt.
Laut der letzten OGM-Sonntagsfrage des alten Jahres - durchgeführt in den Tagen nach dem Rücktritt von Innenminister Strasser, aber noch vor der Regelung der Nachfolge - hätten die Regierungsparteien derzeit keine gemeinsame Mehrheit: Die ÖVP liegt hinter der SPÖ, die Freiheitlichen hinter den Grünen.
Im Februar 2004 war die SPÖ auf 42 Prozent gekommen, die ÖVP auf 35 Prozent. Für die Grünen wurden damals 13 Prozent ausgewiesen, für die Freiheitlichen neun Prozent. Mitte Dezember betrug der Abstand zwischen SPÖ und ÖVP dann sechs Prozent (40 Prozent SPÖ, 34 Prozent ÖVP). Am unteren Ende lagen die Freiheitlichen nach wechselndem Auf und Ab im Jahresverlauf weiter bei neun Prozent, die Grünen dürfen mit 15 Prozent rechnen.
OGM-Politologe Peter Hajek betont freilich, dass es sich beim Dezember-Wert um eine "klassische Momentaufnahme" handelt. Denn die Nachbesetzung des Innenministeriums mit Lisi Prokop sei noch nicht berücksichtigt. Und Schüssel habe mit dieser relativ raschen Entscheidung gezeigt, dass er das Heft in der Hand habe. Der Meinungsforscher vermutet daher, dass sich die größeren Parteien in etwa auf den Werten des November - 40 Prozent SPÖ, 36 Prozent ÖVP - stabilisiert haben.
Deutlicher als im Jahresverlauf sind die Veränderungen gegenüber der Nationalratswahl vom 24. November 2002. Damals war die ÖVP mit 42,30 Prozent der große Sieger, die SPÖ hatte lediglich 36,51 Prozent erreicht. Auf Rang drei war mit 10,01 Prozent die FPÖ gekommen, nur knapp vor den Grünen, die 9,47 Prozent erlangt hatten.(apa)
