Montag, 27. Dezember 2004

Große Lawinengefahr in Teilen Tirols: Viele
Abgänge sind bereits gemeldet worden

  • Warnung vor allem für südliche Osttiroler Dolomiten
  • Lawinenwarnstufe auch in Teilen Kärntens

Vor teils großer Lawinengefahr in Tirol hat der Lawinenwarndienst am Montag gewarnt. Vor allem in den südlichen Osttiroler Dolomiten oberhalb von 2.000 Metern sei mit Selbstauslösungen auch großer Lawinen zu rechnen. In Nordtirol sowie im übrigen Osttirol herrsche derzeit erhebliche Lawinengefahr.

In den Osttiroler Dolomiten habe es seit der Früh etwa 50 Zentimeter unter kräftigem Windeinfluss geschneit. Die Verbindung des Triebschnees mit der Altbaudecke sei "denkbar schlecht". Es seien bereits viele spontane Lawinenabgänge gemeldet worden.

Gefahrenstellen seien in allen Hangrichtungen anzutreffen. Besonders kritisch zu beurteilen seien triebschneegefüllte Rinnen und Mulden sowie kammnahes Gelände. Der Neuschnee könne aber auch auf steilen Grashängen abgleiten.

Lawinenwarnstufe vier in Kärnten
In Kärnten ist bis zu einem Meter Neuschnee gefallen. Am Montag herrschte daher große Lawinengefahr. Gefahrenstellen sind besonders Kammlagen, Mulden und Rinnen, in denen der während des Schneefalls aus südlichen Richtungen wehende Wind Triebschneeablagerungen gebildet hat.

In den Karnischen Alpen, in den Gailtaler Alpen und in Teilen der Kreuzeckgruppe im Drautal herrschte Lawinenwarnstufe vier, in den Hohen Tauern, in den Nockbergen und in den Karawanken war die Lawinengefahr erheblich. Laut ÖAMTC wurden im Lesachtal nicht nur die Gailtal-Straße von Kötschach-Mauthen bis zur Osttiroler Grenze, sondern auch sämtliche Landes- und Gemeindestraße wegen akuter Lawinengefahr gesperrt. (apa)

27.12.2004 12:51