Dienstag, 21. Dezember 2004

Korso-Flair für die eigenen vier Wände: Reinhard Gerer kocht für Essen auf Rädern

  • Korso-Haubenkoch: "Das Schmecken verlernt man nie"
  • PLUS: Das neue Starkoch-Menü im großen Überblick

Rund 5.500 Menschen werden in Wien im Durchschnitt täglich mit "Essen auf Rädern" versorgt. Die Zustellung bedeutet für manche damit Versorgte auch einen wichtigen sozialen Kontakt. Jetzt geht dieser Service sogar in Richtung Gourmet-Küche. Ab kommenden Februar wird es nämlich auch ein "Reinhard Gerer-Menü" zur Auswahl geben.

"Das Schmecken verlernt man nie. Es ist mir ein Spaß, alten Menschen mit Essen eine Freude zu bereiten. Beim Essen und Trinken merkt man den Erfolg sofort", sagte Reinhard Gerer, der das neue Menü gemeinsam mit der Großküche von "Club.Menüs a la carte" in Wien-Landstraße zusammengestellt hat.

Korso-Flair
Gerer über die Zusammenarbeit: "Das sind absolute Vollprofis. Ein Menü für täglich 5.500 Menschen zu machen ist natürlich für jemanden wie mich eine echte Herausforderung." Und so können sich Wiens Senioren nun auch bald bei der Bestellung wie im "Korso" fühlen.

Starkoch-Menü
Das Starkoch-Menü besteht aus einer Kürbiscreme-Suppe, einem gebratenen Kalbskarree und Grießschmarren mit Marillenröster. Diese Speisenfolge ist nur von jenen "Essen auf Rädern"-Konsumenten zu bestellen, die täglich frisch beliefert werden. Sonst gibt es den Service vor allem als Wochenpaket (tief gefroren oder pasteurisiert).

1,2 Millionen Essen pro Jahr
Der Geschäftsführer des Fonds Soziales Wien, Peter Hacker: "Pro Jahr werden rund 1,2 Millionen Menüs ausgeliefert. Wir bezahlen vor allem die Zustellung. Wir leisten aber auch, wenn es notwendig ist, einen Beitrag zu den Kosten für das Essen. Pro Jahr sind das für uns insgesamt rund vier Millionen Euro an Kosten." Der Preis für ein Menü beträgt pro Tag rund 4,40 Euro. Dazu kommt noch die Zustellung mit rund 3,50 Euro.

Frische-Charakter garantiert Genuss
Sozialstadträtin Renate Brauner (S): "Das Beste ist gerade gut genug. Gerer ist das Beste." Der Hauben-Koch jedenfalls legte bei der Auswahl seines Menüs Wert auf Frische-Charakter: "Das Kalbskarree wird mit den Knochen gebraten. Da bleibt es saftig." Test-Esserin Edith Teubl (80) aus der Donaustadt nach einem Besuch in der Korso-Küche im Restaurant beim Verkosten: "Für mich koche ich nicht mehr. In der Küche war die Kostprobe zu klein. Aber jetzt (am Tisch, Anm.) schmeckt mir die Kürbiscreme-Suppe sehr gut."(apa/red)

21.12.2004 12:49