Montag, 20. Dezember 2004

Handys brauchen neue Energiequelle: EU will jetzt Nickel-Cadmium-Akkus verbannen

  • Akkus sind zB in Handys und Zahnbürsten im Einsatz
  • Übergangszeit von vier Jahren für Heimwerkergeräte

Batterien mit dem giftigen Stoff Cadmium sollen in der Europäischen Union mittelfristig aus dem Verkehr gezogen werden. Darauf verständigten sich die EU-Umweltminister in Brüssel. Das Europäische Parlament muss dem noch zustimmen. Das Verbot soll zwei Jahre nach Inkrafttreten der Richtlinie gelten. "Das ist ein wichtiger Fortschritt für den Umweltschutz", sagte Bundesumweltminister Jürgen Trittin zu dem Beschluss.

Nickel-Cadmium-Batterien werden beispielsweise in elektrischen Zahnbürsten und Handys genutzt. Allerdings ließen die Minister für eine Übergangszeit von vier Jahren eine Ausnahme für solche Akkus in schnurlosem Heimwerkergerät wie Schraubern zu. "Es gibt aktuell noch keinen Ersatz", sagte Trittin.

In einigen Geräten können inzwischen so genannte Nickel-Metallhybrid-Batterien ersatzweise genutzt werden. Diese sind bis zu 30 Prozent teurer als die Nickel-Cadmium-Batterien und bringen nicht die gleiche Leistung. Etwa zwei Drittel aller schnurlosen Geräte haben einen Nickel-Cadmium-Akku. (apa/red)

20.12.2004 17:15