Mittwoch, 22. Dezember 2004

DRAM-Markt vor Stagnation: Entwicklung erreichte heuer bereits ihren Höhepunkt

  • 2005 wird es weltweit nur mehr ein Plus von 1,3% geben
  • Im Jahr darauf droht sogar enormer Umsatzrückgang

Heuer wurden weltweit DRAM-Chips im Wert von 26,7 Milliarden Dollar verkauft. Laut dem Marktforschungsinstitut iSuppli wurde damit der Höhepunkt erreicht - immerhin wurden um satte 54,2 Prozent mehr Chips verkauft als noch im Vorjahr. Im nächsten Jahr soll die Entwicklung aber stark abflauen. 2006 droht gar eine "DRAM-Rezession", berichtet der IT-Dienst DigiTimes unter Berufung auf iSuppli.

2005 wird es laut iSuppli ein weltweites mageres Umsatzplus von 1,3 Prozent geben, 2006 sollen die mit DRAMs erzielten Erlöse gar um beinahe 16 Prozent zurückgehen. Einen Vorgeschmack auf die flaue Entwicklung hat bereits das abgelaufene dritte Quartal 2004 gegeben. Hier stieg der Umsatz weltweit nur mehr um 0,7 Prozent. Analysten hatten ursprünglich ein Plus von sieben Prozent für Q3 erwartet. Die Stückzahlen legten zwar um elf Prozent zu, der durchschnittliche Verkaufspreis (Average Selling Price - ASP) ging aber um zehn Prozent zurück.

Trotz der schwachen Q3-Zahlen soll sich der Markt übers Jahr gesehen steil nach oben entwickeln. Laut iSuppli bleiben fundamentale Faktoren auch 2005 hinsichtlich Angebot und Nachfrage konstant. Noch immer haben die DRAM-Produzenten einen relativ geringen Lagerbestand. Darüber hinaus verlagern die Hersteller zunehmend Kapazitäten in Richtung von Nicht-DRAM-Produkten wie Flash Memory, so dass das Angebot eher knapp bleibt und die Preise nicht weiter unter Druck kommen. (pte/red)

22.12.2004 09:52