Verheugen kündigt an: Die Arbeitsplatz-Schaffung ist künftig oberstes EU-Ziel
- "Kulturrevolution" in der Brüsseler Behörde kommt
- Zusätzliche Jobmöglichkeiten im neuen EU-Programm
Der neue EU-Industriekommissar Günter Verheugen hat in einem Interview eine "Kulturrevolution" in der Brüsseler Behörde in Aussicht gestellt. Er wolle im Jänner ein Aktionsprogramm für mehr Wachstum vorlegen, in dem sich erstmals alle 25 EU-Kommissare einem einzigen Ziel unterordnen müssen: der Schaffung zusätzlicher Arbeitsplätze.
"Wir werden die bisherige Strategie mit 15 Oberzielen, 120 Unterzielen und 130 Indikatoren radikal entrümpeln", wird der deutsche Kommissar laut Vorausmeldung vom Samstag in der aktuellen "Focus"-Ausgabe zitiert. Das neue EU-Programm sehe zusätzliche Jobmöglichkeiten vor allem im Dienstleistungs-, Freizeit- und Bildungssektor vor.
Der bisherige Erweiterungskommissar bestritt, dass Deutschland durch die europäische Integration Arbeitsplätze verliere. "Das Gegenteil ist der Fall. Deutschland profitiert massiv von der EU-Erweiterung", sagte der SPD-Politiker. Verheugen kündigte außerdem an, dass er zur Stärkung der europäischen Autoindustrie eine mit Spitzenpolitikern und Vorstandsbossen besetzte Expertengruppe einberufen will. Das Gremium soll im nächsten Jahr eine Wettbewerbsstrategie erarbeiten. (apa)
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