Endgültiges Aus: Red Bull erklärt "Projekt Spielberg" und Alternativen für gestorben!
- Red Bull: Kein gleichwertiges Alternativprojekt
- Klasnic kündigt "neues Offensivprogramm" an
·Spielberg: Keine Red Bull-Beteiligung
FPÖ und SPÖ sprechen von "Katastrophe"
·Stichwort: Projekt Spielberg im Detail
Motor-/Flugakademie mit Rennstrecken & Hotellerie
·Tausende neue Jobs in Spielberg
Studie: 10.000 Arbeits-plätze alleine für Bauphase
·Mateschitz über sein Erfolgsrezept
Red Bull-Boss im Wortlaut:
"Wir waren die Ersten"
Die Bemühungen der Politik und der Region um die Rettung des "Projekts Spielberg" sind allem Anschein nach gescheitert. In einer Stellungnahme hat Red Bull klar gemacht, an einer Fortsetzung des 700 Mio. Euro schweren Investitionsvorhabens in der Obersteiermark nicht mehr interessiert zu sein.
In einem Schreiben an Landeshauptfrau Waltrud Klasnic (V) hieß es wörtlich: "Jeder weitere Versuch einer Fortführung wäre für unser Unternehmen nicht zu verantworten, zum Scheitern verurteilt und könnte auch unseren Partnern nicht guten Gewissens empfohlen werden."
In der an die Medien gerichteten Stellungnahme von Red Bull heißt es weiter, nunmehr vorliegende Rechtsgutachten hätten erwartungsgemäß bestätigt, dass es gegen die Abweisung des Projekts durch den Umweltsenat kein ordentliches Rechtsmittel mehr gebe und ein gleiches bzw. ähnliches Projekt nicht neu eingereicht werden könne. Ein neues Projekt müsse neue Inhalte haben. "Das Projekt Spielberg ist somit von Rechtswegen beendet."
Red Bull: Kein gleichwertiges Alternativprojekt
Wie die Red Bull GmbH mit Sitz in Fuschl (Salzburg) am Donnerstagnachmittag offiziell mitteilte, werde man nach der Beendigung der Absage des ursprünglichen Vorhabens in Spielberg zwar "in den nächsten Monaten über alternative Möglichkeiten nachdenken", man sehe sich aber außer Stande, ein anderes Projekt zu erstellen, "das eine infrastrukturelle Verbesserung der gesamten Region auch nur annähernd im gleichen Masse erfüllt".
Die Frage, ob Red Bull an einer Fortsetzung des Gesamtvorhabens interessiert sei, sei "nicht von Relevanz und gegenstandslos", bestätigten die Projektwerber in ihrem Statement im Grunde die schon bisher getätigten Aussagen.
Neu ist in dieser Deutlichkeit die Beurteilung eines Alternativprojekts unter Beteiligung von Red Bull. Wörtlich heißt es in der Stellungnahme: "Wir werden in den nächsten Monaten über alternative Möglichkeiten nachdenken, obgleich gesagt werden muss, dass dieses Projekt in seinem Umfang, in seiner Komplexität, in der Synergie der Partner sowie hinsichtlich der diffizil aufeinander abgestimmten Konzept- und Betriebsinhalte einzigartig war. Zur Erstellung eines anderen Projekts, das eine infrastrukturelle Verbesserung der gesamten Region auch nur annähernd im gleichen Masse erfüllt, sehen wir uns außer Stande."
Klasnic kündigt "neues Offensivprogramm" an
Landeshauptfrau Waltraud Klasnic (V) reagierte umgehend: "Ich bin Dietrich Mateschitz für seine Ideen, Initiativen und Impulse der Vergangenheit dankbar und bedauere daher außerordentlich das Scheitern dieser Vision an rechtlichen Hürden. Trotzdem bin ich zuversichtlich, dass der Red-Bull-Chef mit seiner unternehmerischen Kreativität und weiteren Initiativen der Steiermark verbunden bleibt." Und: In einer Nachdenkpause werde Red Bull über Alternativprojekte in Spielberg Überlegungen anstellen.
Wie Klasnic weiter erklärte, habe sie sofort Kontakt mit einigen Wirtschaftsspitzen aufgenommen, die die Gesamtkoordination für ein neues Offensivprogramm für die westliche Obersteiermark übernehmen sollen. Erste Resultate werde es noch im Jänner geben. "Im Mittelpunkt der nun laufenden Gespräche steht die weitere Entwicklung für die Region, um eine nachhaltige Zukunftsperspektive absichern zu können," so Klasnic in der Aussendung.
Der vom Land eingerichtete Lenkungsausschuss wurde von Klasnic für Freitagvormittag zur Information über die weitere Vorgangsweise einberufen. (apa/red)
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