Dienstag, 28. Dezember 2004

Mega-Entschädigung: Yukos will über
20 Milliarden Dollar für Yukoskneftegas

  • Übernahme soll Konkursrecht verletzt haben
  • Unternehmen ist zu Klage fest entschlossen

Der russische Ölkonzern Yukos will vom neuen Besitzer seiner zwangsversteigerten Produktionstochter Yuganskneftegas mindestens 20 Milliarden Dollar Entschädigung fordern. Der umstrittene Verkauf von Yukoskneftegas an den staatlichen Ölkonzern Rosneft bedeute für Yukos Schäden von mehr als 20 Milliarden Dollar, teilten die US-Anwälte des Konzerns mit. Sie sahen in der Übernahme eine Verletzung des Konkursrechts.

Yukos werde alle rechtlichen Mittel anwenden, um eine Entschädigung zu erhalten. Der Öl-Riese klagt vor der US-Justiz gegen seine von der russischen Regierung inszenierte Zerschlagung. Eine Anhörung vor dem Gericht im texanischen Houston ist den Angaben zufolge für den 6. Januar geplant.

Rosneft hatte in der vergangenen Woche überraschend mitgeteilt, sie habe die rätselhafte Baikal-Finanzgruppe übernommen, die zuvor Yuganskneftegas gekauft hatte. Damit verleibte sich der Kreml Yuganskneftegas praktisch ein und stärkte seine Kontrolle über die Energiequellen des Landes. (apa/red)

28.12.2004 22:07