Geheimnis ist gelüftet: Surgutneftegas steckt hinter dem Kauf der Yukos-Tochter
- Verbindung zwischen Ölfirma und Baikalfinansgroup
- Gute Beziehungen zu Präsident Wladimir Putin
·Yukos droht mit Schadenersatzklage
Verstoß gegen eine einstweilige Verfügung?
·Der Yukos-Käufer könnte Gazprom sein
Unternehmen wird hinter Baikalfinansgroup vermutet
·Yukos-Tochter für 7 Mrd. versteigert!
Käufer "Baikalfinansgroup" bisher völlig unbekannt
·Yukos erklärt sich zahlungsunfähig
Damit Verhinderung der Zwangsversteigerung?
Die russische Ölfirma Surgutneftegas steckt einem Zeitungsbericht zufolge hinter dem Kauf der größten Produktionstochter des Konkurrenten Yukos. Nach Angaben der russischen Tageszeitung "Gaseta" bestehen zwischen Surgutneftegas und dem bis zu der Versteigerung am Sonntag unbekannten Bieter Baikalfinansgroup enge Beziehungen. Die Chefin von Baikalfinansgroup, Walentina Dawletgarejewa, sei Mitbesitzerin einer Filiale von Surgutneftegas. Eine Führungskraft von Surgutneftegas, Igor Minibajew, habe Dawletgarejewa auch zu der Auktion begleitet.
Bei der Suche nach den Hintermännern von Baikalfinansgroup sei es "logisch, anzunehmen, dass es Surgutneftegas ist", schrieb die "Gaseta" weiter. Der Konzern habe mehrere Unternehmensteile in Twer, wo Baikalfinansgroup am 6. Dezember vor der Versteigerung angemeldet wurde. Das Unternehmen verfüge zudem über liquide Mittel in Höhe von "sechs bis acht Milliarden Dollar".
Gute Beziehungen zu Wladimir Putin
Von der Zeitung zitierte Experten gaben an, Surgutneftegas unterhalte freundschaftliche Beziehungen zur Regierung von Präsident Wladimir Putin. Es sei darum vorstellbar, dass der neue Eigentümer von Yuganskneftegas die Yukos-Tochter an den halbstaatlichen Gasprom-Konzern weiterreichen könnte, der in den vergangenen Tagen immer wieder als Interessent im Gespräch war.
Baikalfinansgroup hatte auf der Auktion in Moskau für umgerechnet 7,03 Milliarden Euro den Zuschlag für gut drei Viertel von Yuganskneftegas erhalten. Die Versteigerung fand statt, obwohl ein Konkursgericht im texanischen Houston noch am Samstagabend erneut den Aufschub der Zwangsmaßnahme verfügt hatte. Yukos-Mehrheitsaktionär Menatep kündigte rechtliche Schritte gegen den Käufer an.(apa/red)
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