Verstoß gegen einstweilige Verfügung: Yukos droht mit einer Schadenersatzklage
- Schadenersatz in der Höhe von 20 Milliarden Dollar
- Versteigerung noch nicht hundertprozentig über Bühne
·Der Yukos-Käufer könnte Gazprom sein
Unternehmen wird hinter Baikalfinansgroup vermutet
·Yukos-Tochter für 7 Mrd. versteigert!
Käufer "Baikalfinansgroup" bisher völlig unbekannt
·Yukos erklärt sich zahlungsunfähig
Damit Verhinderung der Zwangsversteigerung?
Der russische Ölkonzern Yukos hat nach der Zwangsversteigerung seines Kernbereiches mit Schadenersatzklagen gedroht. Die Versteigerung von Yuganskneftegas verstoße gegen die von einem US-Gericht verhängte einstweilige Verfügung gegen die Fortsetzung des Konkursverfahrens, teilte der Konzern am Montag mit.
Yukos werde Schadenersatz fordern in Zusammenhang mit einem Schaden in der Höhe von mehr als 20 Milliarden Dollar (14,9 Mrd. Euro), der entstehe, wenn der Aktienverkauf abgeschlossen werde. "Das Unternehmen wird Schadenersatz von jeder dritten Partei fordern, die an dem Verkauf, der Finanzierung des Verkaufs und jeder Transaktion in Zusammenhang mit dem Aktienwert beteiligt ist."
Die russische Regierung hatte am Sonntag ungeachtet der einstweiligen Verfügung Yuganskneftegas versteigern lassen, um einen Teil der rund 20 Milliarden Euro umfassenden Steuerschulden aus den Jahren 2000 bis 2003 von Yukos abzudecken. Für rund sieben Milliarden Euro hatte die zuvor kaum in Erscheinung getretene Finanzgruppe Baikal den Zuschlag erhalten. Die Regierung in Moskau hatte erklärt, sie sei nicht an US-Recht gebunden. (apa/red)
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