Kein gutes Zeugnis: Briten sind die größten Fremdsprachenmuffel in Europa
- Luxemburg vor den Niederlanden und Dänemark in Führung
Die Briten sind Europas größte Fremdsprachenmuffel. Laut einer am Freitag von der Zeitung "The Independent" veröffentlichten Studie steht Großbritannien an letzter Stelle von 28 Ländern, wenn es um Fremdsprachenkenntnisse geht. An erster Stelle kommt demnach Luxemburg, gefolgt von den Niederlanden und Dänemark.
Für die Studie wurden in jedem Land jeweils 1.000 Einwohner befragt, ob sie neben ihrer eigenen noch eine weitere Sprache beherrschen. Das Ergebnis soll im nächsten Jahr im Handbuch des britischen Informationszentrums für Fremdsprachenlehre veröffentlicht werden.
Die Studie räumt gleichzeitig mit der allgemeinen Annahme auf, dass in allen Ländern Englisch die erste Fremdsprache sei. Zwar sei Englisch insgesamt die am weitesten verbreitete Sprache in Europa, doch werde in einigen südlichen Ländern wie Rumänien, Italien oder Portugal eher Französisch und in den mitteleuropäischen Staaten sowie dem Baltikum eher Deutsch gesprochen. Zudem sei mit dem EU-Beitritt ehemaliger Ostblockstaaten auch Russisch als Fremdsprache auf dem Vormarsch. Nach Angaben der Zeitung liegt das schlechte Abschneiden der Briten vor allem darin, dass in Zweidritteln der staatlichen Schulen das Erlernen einer Fremdsprache nicht mehr vorgeschrieben ist. Über das österreichische Abschneiden bei der Studie waren zunächst keine Informationen verfügbar. (apa)
