Bug gesunken: Weitere 670.000 Liter Öl fließen vor Alaska aus zerbrochenem Schiff
- Einsatzkräfte konnten 300.000 Liter Treibstoff bergen
- Umweltkatastrophe: Seltene Tierarten werden bedroht
Vor der Küste von Alaska ist der Bug des vor zwei Wochen zerbrochenen Frachtschiffs gesunken. Damit treten vermutlich weitere 670.000 Liter Öl aus, sagte eine Sprecherin der Küstenwache am Donnerstag. Aus Tanks im Heck des Schiffs wollen Einsatzkräfte noch 300.000 Liter Treibstoff bergen, die drei größten Tanks der "Selendang Ayu" mit 1,2 Millionen Litern Öl sollen jedoch geborsten sein.
Bemühungen, das Öl aus dem Bug zu bergen, waren Tage zuvor unterbrochen worden. Ein heftiger Sturm zwang die Einsatzkräfte, sich zurückzuziehen. Bis zur ihrer Rückkehr sank der Bug. Es scheine, dass der Tank, den man habe vollständig leerpumpen wollen, seinen Inhalt verloren habe, sagte Marti Early von der Behörde für Umweltschutz. Mit dem Abpumpen des Treibstoffs im Heck soll im neuen Jahr begonnen werden.
Die unter malaysischer Flagge fahrende "Selendang Ayu" war am 8. Dezember an der Westküste von Unalaska, einer der Aleuten-Inseln, auseinander gebrochen. Der Frachter hatte Sojabohnen geladen. Außerdem waren rund zwei Millionen Liter Bunkeröl und Diesel an Bord. Schlechtes Wetter mit starkem Wind und meterhohen Wellen behinderte die Rettungsarbeiten. Nach Angaben von Umweltschützern bedroht die Ölverschmutzung eine Vielzahl seltener und für das Ökosystem in der Region wichtiger Tierarten.(apa/red)
