Donnerstag, 23. Dezember 2004

Rebellen-Angriff auf Sicherheitskräfte: Mindestens 18 Tote bei Kämpfen in Nepal

  • Maoisten brachten auch den Verkehr zum Erliegen

In Nepal haben maoistische Rebellen bei einem Angriff auf Sicherheitskräfte mindestens 18 Menschen getötet, darunter ein Kind. Das berichtete der Rundfunksender Kantipur am Donnerstag. Danach erfolgte der Angriff am Mittwochabend nahe dem Dorf Baliya im äußersten Westen des Landes. Während des anschließenden mehrstündigen Gefechts starben 15 Sicherheitskräfte und drei Zivilisten.

Unterdessen haben die Rebellen am Donnerstag auch den Verkehr auf zwei wichtigen Fernstraßen nach Kathmandu praktisch zum Erliegen gebracht. Die Rebellen wiesen die Fahrer von Autos an, sich von den Straßen fern zu halten. Sie protestierten damit gegen die Tötung von Kameraden durch Sicherheitskräfte. Ferner forderten sie die Behörden auf, den Aufenthaltsort von Rebellen öffentlich zu machen, die nach ihrer Festnahme verschwanden. Hunderte Lastwagen und Busse steckten auf der Straße fest, da sich deren Fahrer der Anweisung der Rebellen nicht widersetzen wollten.

Die Maoisten kämpfen seit 1996 gegen die Monarchie in Nepal. Der Aufstand hat bereits mehr als 10.500 Menschen das Leben gekostet. (apa)

23.12.2004 09:21